Symbol der deutschen Trennung, aber auch der Wiedervereinigung: Das Brandenburger Tor in Berlin. FOTO: DPA
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Symbol der deutschen Trennung, aber auch der Wiedervereinigung: Das Brandenburger Tor in Berlin. FOTO: DPA

Fritzi und das Wendewunder

  • vonred Redaktion
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Wölfersheim(pm). Im Sommer 2019 äußerte die Fachschaft Geschichte den Wunsch, anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit eine Festwoche auf dem Singberg durchzuführen. Die Idee stieß auf große Zustimmung und so beauftragte Schulleiter Olaf Bogusch den zuständigen Aufgabenfeldleiter Uwe Müller und den Beauftragten des Bereichs "Öffnung von Schule" Dr. Matthias Zipp, ein Veranstaltungskonzept auszuarbeiten.

Gemeinsam besuchten sie eine Fachtagung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, um Anregungen zu finden und Kontakte zu knüpfen. Zeitgleich nahmen sie Kontakt mit der Gemeinde Wölfersheim, dem Vorsitzenden des Fördervereins Wölfersheimer Schulen, Thomas Gerlach, und dem Verein "BUNTerLEBEN" auf.

Festwoche wird verschoben

Zusammen fasste man den Beschluss, die Veranstaltungen auch für die gesamte Gemeinde sowie Bürgerinnen und Bürger umliegender Kommunen zu öffnen. Die Corona-Pandemie zwang die Veranstaltungsplaner letztlich, die für 2020 geplante Festwoche um ein Jahr in den November 2021 zu verschieben. Umso glücklicher zeigen sich die Verantwortlichen nun, dass es ihnen gelungen ist, ihren Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit deren engagierten Geschichts- und Klassenlehrern auch in Zeiten der Pandemie wenigstens zwei Angebote rund um die "deutsche Teilung" anzubieten.

Während Schüler bestimmter Kurse der Jahrgangsstufen 9 bis 11 und der komplette Abiturjahrgang bei Zeitzeugengesprächen gespannt den Ausführungen des DDR-Zeitzeugen Reinhard Müller lauschten, wurden für alle Schülerinnen und Schüler der 16 Klassen aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 Thementage zum 30-jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit ins Leben gerufen, in deren Zentrum der Animationsfilm "Fritzi - Eine Wendewundergeschichte" steht.

Zeitzeuge und ein Film

Die Kinder erlebten die Ereignisse von 1989 aus der Sicht eines zwölfjährigen Mädchens. Dabei begleiten sie die Protagonistin auf der Suche nach ihrer Freundin, die über Ungarn in den Westen geflohen war, auf ihrem Weg zur deutsch-deutschen Grenze und erfahren, wie es von den Montagsdemonstrationen zur friedlichen Revolution und schließlich zum Mauerfall kam. Die Schulgemeinde der Singbergschule bedankt sich bei "BUNTerLEBEN", der Partnerschaft für Demokratie der mittleren Wetterau für die Unterstützung.

Der Verein fördert nach eigenen Angaben die Veranstaltungen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Programms "Hessen aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" des hessischen Innenministeriums.

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