Förderung statt Zwang

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Wölfersheim (pm). Im Laufe der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sind zwei Anträge der Wölfersheimer SPD zu den Themen Fotovoltaik und Schottergärten beschlossen worden. »Davon können viele Bürgerinnen und Bürger profitieren. Die Gemeinde soll alle Interessierten individuell und kostenlos über die Vorteile, die eine Dach-Fotovoltaikanlage mit sich bringt, beraten«, schreibt die SPD in einer Pressemitteilung.

Sollte aus der Beratung hervorgehen, dass die Errichtung einer Dach-Fotovoltaikanlage ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist und das Interesse bestehen, eine solche zu errichten, fördere die Gemeinde deren Bau. Dafür soll ab dem Haushaltsjahr 2022 jährlich ein Betrag von 40 000 Euro für die Förderung von privaten Dachanlagen zur Verfügung stehen.

Bonusprogramm vorgeschlagen

»Errichtet ein Bürger eine neue Dach-Fotovoltaikanlage, erhält er ab einer Leistung von 3 kWp eine Förderung von 200 Euro pro kWp bis zu einer Höhe von 9 kWp. Dies entspricht einer Förderung von bis zu 1800 Euro pro neuer Anlage. Dies gilt gleichermaßen für die energetische Verbesserung bei Neubauten als auch bei älteren Häusern«, berichtet Stefan Bodem, der den Antrag maßgeblich mit ausgearbeitet hat. Zusätzlich soll die Gemeinde ein Bonusprogramm für ökologisch sinnvolle Maßnahmen erarbeiten. Jeder, der im Laufe eines Jahres Maßnahmen durchgeführt hat, um CO2 einzusparen, könne sich damit im Rahmen dieses Bonusprogrammes bewerben und so eine Prämie erhalten. Eine Prämie könne zum Beispiel ein Baumgeschenk im Rahmen der Aktion »10 000 Bäume für 10 000 Wölfersheimer« sein. Um in den Genuss des Bonus zu gelangen, könnten die Bürgerinnen und Bürger auf einfachem Weg kenntlich machen, wie sie im Laufe des Jahres CO2 eingespart haben. Zum Beispiel durch die Teilnahme am Stadtradeln, an dem die Gemeinde seit mehreren Jahren teilnimmt

Außerdem beantragte die SPD, die Bürger über die Vorteile der naturnahen Gartengestaltung zu beraten und für jede neue naturnahe Gartengestaltung auf Antrag eine Förderung in Höhe von 150 Euro auszuzahlen. »Im Gegensatz zu anderen Wölfersheimer Fraktionen wollen wir niemand zwingen, in Neubaugebieten eine Fotovoltaikanlage zu errichten. Wir wollen auch keine Schottergärten mit der Brechstange verbieten. Wenn die Energiewende gelingen und vor allem auch mit breiter Akzeptanz durchgeführt werden soll, geht dies nicht mit Zwang in einem kleinen Teilbereich unserer Kommune, sondern mit Aufklärung und sozialverträglichen Anreizen für alle Wölfersheimer Bürgerinnen und Bürger«, so SPD-Fraktionschef Matthias Appel.

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