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Firma Geller ist neuer »Partner der Feuerwehr«

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Wölfersheim-Wohnbach (sto). Alljährlich wird eine Wölfersheimer Firma »Partner der Freiwilligen Feuerwehr« - am Sonntag wurde in der Turn- und Sporthalle der Malerbetrieb Geller aus Berstadt ausgezeichnet. Sowohl Gemeindebrandinspektor Roland Bender als auch Bürgermeister Rouven Kötter würdigten die Einstellung der Firma zu den Wehren.

Zum einen gehört Sohn Jens seit vielen Jahren der Södeler Einsatzabteilung an und wird im Bedarfsfall freigestellt, zum anderen sei die Material- und Finanzhilfe seit 2000 vorbildlich.

Björn Ebert wurde für seine 15-jährige Mitgliedschaft in der Wölfersheimer Gruppe geehrt. Kötter und Bender hoben seine Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft hervor, der Bürgermeister würdigte Ebert als Vorbild für die Jugendlichen - viele seien heute nicht mehr bereit, für die Feuerwehr Freizeit zu opfern.

In der Versammlung, zu der alle Aktiven, die Jugendfeuerwehren und die Mitglieder der Ehren- und Altersabteilungen eingeladen waren, begrüßte GBI Bender neben dem Bürgermeister auch Vize-Kreisbrandinspektor Michael Kinnel (Bad Vilbel), Landrat Joachim Arnold, Gemeindesachbearbeiter Thorsten Höhne sowie etliche Vertreter von Gemeindevorstand und Parlament.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Kötter allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Besonders betonte er die gute Zusammenarbeit mit dem GBI und dessen Stellvertreter Joachim Damm im Zusammenhang mit dem Kauf der beiden neuen Fahrzeuge. Für den Katastrophen- und Brandschutz gebe die Gemeinde im laufenden Jahr 750 000 Euro aus. Das Geld, so Kötter, sei bestens in die Sicherheit der Bürger angelegt. Abschließend dankte er den Wehrführern für die kooperative Begleitung des Feuerwehr-Förderkonzepts, das voraussichtlich im Mai den Gremien der Gemeinde vorgelegt werde.

Auch Parlamentsvorsteher Gerhard Weber und Kreisbrandmeister Michael Kinnel dankten den Aktiven.

Roland Bender meldete in seinem Bericht, nach Jahren des Rückgangs sei die Zahl der Aktiven in den fünf Wehren 2009 leicht auf 162 gestiegen. Davon sind 18 Frauen. Der Altersschnitt sei zufriedenstellend, 61 Wehrleute seien unter 30 Jahre alt.

Alle Ortsteilwehren verfügten über eine Jugendabteilung, in der wertvolle Nachwuchsförderung geleistet werde. Zusätzlich gebe es in Berstadt eine Flammbini-Gruppe für Kinder unter zehn Jahren unter der Leitung von Miriam Schneider. Die Erzieherin erteile zudem in den Kindergärten und der Grundschule Brandschutzunterricht. Für diesen Zweck sponsorten mehrere Firmen das im letzten Jahr in Dienst gestellte Fahrzeug »Alberto«. Ebenfalls flächendeckend bestünden Ehren- und Altersabteilungen, die den geselligen Umgang pflegten und für die Belange der Wehren einträten.

Die fünf Wehren hatten 2009 71 Einsätze, das sind 49 weniger als im Jahr davor, in dem freilich die Sturmnacht im Mai für eine ungewöhnlich große Zahl gesorgt hatte. Ungewöhnlicherweise gab es mehr Brandeinsätze als Hilfeleistungen. Zur Sicherung der Mannschaftsstärke zwischen 6 und 18 Uhr werden je nach Einsatzstichwort mindestens zwei Wehren gleichzeitig alarmiert.

Der heikelste Einsatz ereignete sich auf der Autobahn. Aufgrund der Unachtsamkeit zweier anderer Verkehrsteilnehmer vor einer Einsatzstelle war ein Auto gegen den abgestellten Verkehrssicherungsanhänger der Feuerwehr geprallt. Der wurde dabei total demoliert, das ziehende Fahrzeug am Heck erheblich beschädigt.

Das Ende 2009 bestellte Einsatzleitfahrzeug im Wert von 70 000 Euro ist fertig und soll in den nächsten Tagen ausgeliefert werden. In Auftrag gegeben ist ein neues HLF 20/16, das vermutlich in der ersten Hälfte 2011 ausgeliefert wird.

Die Wehren sind dem neuen Atemschutzverband Wetterau beigetreten. Diesen Weg einer interkommunalen Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehren bezeichnete Bender als zukunftsweisend. So etwas könne er sich auch in Sachen Uniformen vorstellen, wo viel Geld gespart werden könne.

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