Einige der Solawi-Initiatoren (v. l.): Larissa Deppisch, Gerrit Jansen, Yvonne Kretschmar, Tobias Teichmann, Monika Brenninger, Jens Dieffenbach und Annette Wolf. FOTO: PV
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Einige der Solawi-Initiatoren (v. l.): Larissa Deppisch, Gerrit Jansen, Yvonne Kretschmar, Tobias Teichmann, Monika Brenninger, Jens Dieffenbach und Annette Wolf. FOTO: PV

Finanzierung für Solawi steht

  • vonred Redaktion
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Wölfersheim(pm). Eine gute Stimmung herrschte unter den rund 80 Teilnehmern und Interessenten, die sich am Sonntag zur Versammlung der "Bio-veganen Solidarischen Landwirtschaft Rhein-Main" (Solawi) im evangelischen Gemeindehaus Melbach trafen. Denn bereits im ersten Anlauf des Bieterverfahrens kam der erforderliche Betrag zusammen, wie der Verein mitteilt.

Damit auch Menschen mit geringeren finanziellen Mitteln Zugang zu bio-veganem Gemüse haben, gibt es keinen festen Mitgliedsbeitrag. Stattdessen legen die Mitglieder in einem anonymen Verfahren selbst fest, mit welcher Summe sie sich an den Anbaukosten beteiligen. Orientierung bietet der pro Kopf bzw. pro Ernteanteil durchschnittlich erforderliche Richtwert.

Dabei sei es um eine "nicht unerhebliche Summe im oberen fünfstelligen Bereich" gegangen, die im ersten Jahr vom Verein gestemmt werden muss. Vor allem schlagen Kosten für zwei Gärtner, Pacht, Infrastruktur zur Bewässerung, Strom, Maschinen, Pflanzen, Saatgut etc. zu Buche.

Nun soll ab März auf einer Fläche des Wölfersheimer Biobauers Jens Dieffenbach regionales Gemüse biologisch und so tierfreundlich wie möglich angebaut werden.

Gute Gründe dafür sind laut Solawi: Durch die kurzen Wege und die biologische Anbauweise werden unter anderem der CO2-Verbrauch gesenkt und Verpackungsmüll vermieden. Die Artenvielfalt und die Speicherung von CO2 in den Böden werden gefördert. Desweiteren werde durch den weitestgehenden Verzicht auf Pestizide und das Anlegen von Blühstreifen dem Insektensterben entgegengewirkt. Durch die rein pflanzliche Düngung wirtschafte der Verein gewässerschonend, weil es zu keiner Nitratbelastung durch tierische Düngemittel komme. "Zudem entstehen so sinnstiftende Arbeitsplätze mit fairer Bezahlung in der Region."

Insgesamt 63 Personen seien mit einem Ernteanteil eingestiegen. Ein solcher Anteil versorgt in der Regel zwei Erwachsene. Bis zu sieben Ernteanteile seien noch verfügbar, bevor die Warteliste beginne.

Bei der Hauptversammlung des Vereins wurde eine Namensänderung beschlossen, zu "Bio-vegane SoLaWi guter Grund" statt "Rhein-Main" - weil es in Wölfersheim und der Wetterau besonders viele wertvolle, gute Böden gebe, die es zu schützen gelte.

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