Fast jedermann darf schießen

  • VonOttwin Storck
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Strenge Regeln legt der Gesetzgeber den Freizeitschützenvereinen auf. So sind deren Waffen derart zu sichern, dass sie nicht in die Hände anderer Personen geraten. Doch ab und zu dürfen sich auch Laien am Schießstand probieren – wie beim alljährlichen Neujahrsschießen in Wohnbach.

Strenge Regeln legt der Gesetzgeber den Freizeitschützenvereinen auf. So sind deren Waffen derart zu sichern, dass sie nicht in die Hände anderer Personen geraten. Doch ab und zu dürfen sich auch Laien am Schießstand probieren – wie beim alljährlichen Neujahrsschießen in Wohnbach.

Eine Waffe für jedermann? Hier erhebt Schießwart Reiner Eiser Einwände und konkretisiert: »Personen unter 18 Jahren dürfen mit scharfen Waffen nicht teilnehmen.« Und er ergänzt: »Jugendliche und Kinder unter zwölf Jahren dürfen generell keinen Schießsport betreiben. Dabei wäre das Schießen die ideale Sportart für Jugendliche«, bedauert der Schießwart. Denn hier seien die Jugendlichen in einer Gesellschaft voller Reizüberflutung speziell gefordert.

Markus Ullersberger gewinnt

Bei jedem Schuss sei eine höhere Konzentration als bei anderen Sportarten gefragt. Zudem erlernten die Jugendlichen dank der Sicherheitsbestimmungen, Verantwortung zu tragen und Gefahren einzuschätzen. Damit die Jugendlichen dennoch auf der Anlage schießen können, hat der Verein ein Lasergewehr für 1000 Euro angeschafft.

Zum Neujahrsschießen kamen kürzlich 20 Männer und sieben Frauen aus verschiedenen Ortschaften. Geschossen wurde mit diversen Waffen, die alle im Besitz des Veranstalters sind. Der Wettkampf war so ausgelegt, dass sowohl gestandene Schützen als auch Neulinge eine Siegeschance besaßen.

Zunächst wurden mit einem Kleinkalibergewehr zehn Schuss abgefeuert. Es schloss sich ein Luftballonschießen mit dem Luftgewehr an. Schließlich wurde ein Glücksschuss auf eine Scheibe abgegeben, die in verschiedene abgedeckte Zonen mit Zahlen von 0,5 bis 2,5 eingeteilt war. Diese geschossene Zahl wurde mit den Ergebnissen der beiden ersten Wettbewerbe multipliziert, was die zuvor vorhandene Reihenfolge völlig verändern konnte.

Nach Platz zwei mit 64 Ringen beim KK-Gewehr und drei geschossenen Luftballons traf Markus Ullersberger den Multiplikator 1,5. Mit 141 Gesamtpunkten reichte es zum Tagessieg vor Sascha Abt (66/2/1,5/129) und Christian Petersohn (42/2/2/124). In die Preisränge mit einem Blumenpräsent kamen noch Alexander Schilling und Mike Roth (je 118,5 Gesamtpunkte) sowie Thomas Waldeck (108). Als beste Frau landete Heidrun Sprengel auf Rang elf.

Nach Abschluss des Wettbewerbs gaben vier Personen ihre Anträge auf eine Mitgliedschaft in der Schützengesellschaft ab. Anders als bei den meisten anderen Vereinen bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig, dass der 90 Mitglieder starke Wohnbacher Verein um vier Personen anwächst. Denn jeder Antrag muss dem Vorstand vorgelegt werden, der über die Zuverlässigkeit des Antragsstellers entscheidet.

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