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Erweiterungspläne für den Solarpark: Ovag-Vorstand Joachim Arnold (links) und Wölfersheims Bürgermeister Eike See.

»Entlastung für Bürger und Umwelt«

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Wölfersheim (pm). »Der Wölfersheimer Solarpark ist jetzt schon der größte in der Wetterau. Auf einer Fläche von circa zehn Hektar wird mit den rund 22 000 Solarmodulen genug Strom erzeugt, um damit rechnerisch etwa die Hälfte aller Haushalte der Gemeinde Wölfersheim mit Strom zu versorgen«, schreibt die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung.

Das Projekt sei nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für die Wölfersheimer Gemeindekasse.

Die Bestandsanlage soll in diesem Jahr mit leistungsfähigeren Solarmodulen ausgestattet werden, die unterem Strich auch zu einem höheren Gewinn führen werden. Bürgermeister Eike See traf sich dazu kürzlich mit Joachim Arnold, dem Vorstandsvorsitzenden der Ovag, zu einem fachlichen Austausch vor Ort.

Über die Gesamtlaufzeit von 20 Jahren rechnet man mit einem Gewinn von insgesamt 1,5 bis 2 Millionen Euro für die Gemeinde. Betrieben wird der Solarpark von einem Gemeinschaftsunternehmen, an dem jeweils hälftig die Gemeinde Wölfersheim und die Ovag beteiligt sind. »Die Einnahmen aus Pacht, Gewerbesteuer und Gewinnausschüttungen kommen allen Wölfersheimern zugute. Der Park entlastet damit sowohl unsere Bürger finanziell als auch die Umwelt. Künftig wird der Gewinn noch höher ausfallen«, erläutert Bürgermeister Eike See.

Die Module des Solarparks wurden 2012 von der Firma Schott erworben, die nicht mehr existiert. Der Rechtsnachfolger der Firma habe sich im Rahmen der Verhandlungen über deren Gewährleistungpflicht bereit erklärt, alle beschädigten Module kostenlos zu tauschen. »Die heutigen Module haben eine höhere Leistungsfähigkeit und einen höheren Wirkungsgrad als die vor acht Jahren verbauten. Um die gleiche Leistungsfähigkeit bei Stromerzeugung (5,3 Megawatt) zu erzielen, werden nur noch rund zwei Drittel der Fläche benötigt«, heißt es weiter in der Mitteilung. »Auf diese Weise kann ein Drittel der Fläche mit vorhandener Infrastruktur wie zum Beispiel den Traggerüsten für den Ausbau der Leistungsfähigkeit des Solarparks um weitere 1,5 Megawatt genutzt werden.

Neue Module verlängern Laufzeit

Für die Gemeinde ergäben sich daraus mehrere Vorteile. Durch die Erhöhung der Leistung erwirtschafte das Gemeinschaftsunternehmen einen höheren Gewinn, der wiederum anteilig an die Gemeinde gehe. Natürlich erhöhe sich somit auch die Gewerbesteuer, die ausschließlich der Gemeinde zugutekommt. Weiterhin verlängere sich die Lebensdauer und damit die Ertragsmöglichkeiten des Solarparks um mindestens acht Jahre, da die neuen Module eine Mindestlebenserwartung von 20 Jahren haben. Um den leistungsmäßigen Ausbau des Parks zu erhöhen, sei eine zusätzliche Investition notwendig. Hierfür könne die Gemeinde dem Gemeinschaftsunternehmen ein Darlehen zur Verfügung stellen, für das sie Zinsen erhalte. Gleichzeitig verringere das Darlehen die zu zahlenden Strafzinsen auf die Bankguthaben der Gemeinde. Der Ausbau des Solarparks wird demnächst in der Gemeindevertretung beraten.

Die Ovag hat der Gemeinde die Möglichkeit aufgezeigt, dass weitere Synergieeffekte erzielt werden könnten, wenn der Solarpark um zusätzliche 1,5 Megawatt auf der gegenüberliegenden Seite des bestehenden Parks erweitert werden könnte. Die bedürfe aber der Beschlussfassung der gemeindlichen Gremien. Da das infrage kommende Gelände Teil des Seekonzepts ist, muss auch dieser Aspekt in die Beratungen einfließen. Ovag-Vorstand Arnold betont: »Die Erweiterung des Solarparks an dieser Stelle ist wirtschaftlich und infrastrukturell absolut vorteilhaft und generiert zusätzliche Wertschöpfung für Wölfersheim.«

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