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Höhepunkt des Abends am Wölfersheimer See sind die Duette, die Patrizia Rosini zusammen mit Besucher Costabile Capello zelebriert.

Eine musikalische Vielfaltreise

  • VonHarald Schuchardt
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Wölfersheim (har). »Vielfaltbühne« ist der Titel der kostenlosen Veranstaltungen, die montags bis donnerstags im Rahmen der Reihe »Sommer am See« auf der großen Bühne am Wölfersheimer See stattfinden, organisiert von »BuntERleben - Gemeinsam für Vielfalt und Respekt« im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie Leben!«, unterstützt von der Gemeinde und dem Verein »Treffpunkt See«.

Selten passten sowohl der Titel der Veranstaltungsreihe als auch der Name des Veranstalters besser zu einem Auftritt, als dies am Dienstagabend der Fall war. Verantwortlich zeichnete dafür das Friedberger Duo »United Feeling« mit Sängerin Patrizia Rosini und ihrem musikalischen Begleiter Gaetano Trinaccio am Keyboard.

Die hervorragende Sängerin mit italienischen und spanischen Wurzeln sowie ihr virtuoser Pianist verkörpern genau das, was Rochsane Mentes, die Leiterin des BuntERleben-Projektbüros, in ihrer kurzen Begrüßung so formulierte: »Wir wollen Vielfalt aufzeigen.« Das verwirklichen die beiden Musiker, die seit acht Jahren zusammenspielen, mit ihrem Programm, bei dem italienische Hits zwar in der Mehrheit sind - aber längst nicht alles. »Wir fangen leise und gediegen an«, meinte die Kreisstädterin, und mit ihrer Version von »Prendila Cosi« - im Original von Lucio Battisiti - zeigte sich schon ihre enorme Bühnenpräsenz.

Doch schon mit dem zweiten Song, dem bekannten »Need Somebody«, bei dem Trinaccio erstmals auch als Backgroundsänger glänzte, wurde es groovig. Da war sie wieder, die Vielfalt in der Musik der letzten fünf Jahrzehnte, die von dem Duo geradezu exzellent zelebriert wurde.

So wechselten italienische Klassiker wie »Sempre Sempre« oder »Mamma Maria Ma« mit Dance-Klassikern wie »I will survive« oder südamerikanischen Rhythmen ab. Selbst deutsche Schlager und Hits von Andreas Gabalier interpretierte das Duo eindrucksvoll. Schnell juckte es so manchem der fast 200 Besucher in den Füßen. Und bald tanzten die ersten vor ihren Stühlen.

Geradezu spielend gelang es dem Duo, die Besucher auf ihre musikalische Vielfaltreise mitzunehmen. »Wenn es mir Spaß macht, kann mir keiner das Mikro aus der Hand nehmen«, meinte Patrizia nach 75 Minuten Musik non stop. Erst da legte das Duo eine kleine Pause ein, um im zweiten Teil zunächst mit dem Blues »Hard powered Mama« zu überraschen. Nun lief Patrizia zur Hochform auf. Nach Tina Turners »The Best« holte sie Besucher Costabile Capello auf die Bühne. Den Bad Vilbeler, der sonst nie öffentlich singt, hatte Patrizia erst einige Tage zuvor bei einem Auftritt kennengelernt. Gemeinsam zelebrierten die beiden »Cosa della Vita« und »I belong to you, die Eros Ramazotti einstmals mit Tina Turner und Anastasia gesungen hat.

»Gipsy Kings« zum Abschied

Da erreichte die Partystimmung ihren Höhepunkt, und das unmittelbar vor dem geplanten Ende um 21 Uhr. Doch es ging noch gut 15 Minuten weiter - dank der Zustimmung von Bürgermeister Eike See, der vom Auftritt des Duos ebenso begeistert war, wie Cheforganisator Sebastian Göbel, der Kulturbeauftragte der Gemeinde. »Wölfersheim, ihr seid Klasse, wir wollen nächstes Jahr wiederkommen«, meinte Patrizia Rossini, die sich mit Gaetano Trinaccio mit einem Medley der »Gipsy Kings« verabschiedete und so nochmals ihre musikalische Vielfalt aufzeigte.

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