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Dier neue Gemeindevorstand um (v. l.) Carmen Körschner (SPD, Erste Beigeordnete), Eike See (Bürgermeister, SPD), Karl Ernst Pulkert (SPD), Rainer Iseler (Grüne), Dr. Jürgen Polster (SPD), Manfred Stoll (CDU), Michael Schmidt (SPD), Gerhard Fuchs (SPD) und Willi Lind (FWG) mit dem ausgeschiedenen Hans-Reiner Heßler (CDU) und Gerhard Weber, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung.

Eine Frau und acht Männer

  • vonInge Schneider
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Wölfersheim (im). Mit halbstündiger Verspätung begann die Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, da sich alle Abgeordneten sowie die Besucher vorab einem kostenlosen Corona-Test unterzogen. Unter Vorsitz von Gerhard Weber (SPD) erfolgten die geheimen Wahlen zum Gemeindevorstand, wobei fünf Sitze auf die SPD entfallen sowie je ein Sitz auf Grüne, CDU und FWG.

Es folgte die Einführung, Verpflichtung, Ernennung und Vereidigung der neu gewählten ehrenamtlichen Beigeordneten durch Weber und Bürgermeister Eike See (SPD). Zur Ersten Beigeordneten wurde Carmen Körschner (SPD) ernannt, die weiteren Mitglieder des Gemeindevorstandes sind Gerhard Fuchs, Dr. Jürgen Polster, Michael Schmidt und Karl Ernst Pulkert (alle SPD), Rainer Iseler (Grüne), Manfred Stoll (CDU) und Willi Lind (FWG). Aus dem Gemeindevorstand verabschiedet wurde der langjährige Beigeordnete Hans-Reiner Heßler (CDU).

Bürgermeister See berichtete unter anderem über die Durchimpfung der Wölfersheimer Feuerwehrleute und die Wiederaufnahme des Übungsbetriebes, eine Personal- und Arbeitsstundenaufstockung im Personal- und Finanzbereich der Verwaltung sowie über die Vergabe diverser städtebaulicher Aufträge in Gesamthöhe von mehr als 385 000 Euro.

Vorsitzender Weber gab die Konstituierung des Haupt- und Finanzausschusses und des Bauausschusses bekannt, der Ausschuss für Soziales konstituiert sich am 7. Juli.

Ein CDU-Antrag zur Anschaffung von 25 Defibrillatoren im Wert von rund 46 000 Euro für die öffentlichen Gebäude der Gemeinde wurde einstimmig angenommen. In der vorausgegangenen Diskussion hatten sich Redner aller Parteien für eine Bekanntmachung der Gerätestandorte sowie für die Installation weiterer Defibrillatoren, zum Beispiel in Supermärkten und Banken oder bei Ärzten, starkgemacht.

Der Antrag der Grünen auf Anschaffung eines mobilen, ausleihbaren Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern zur Bewässerung der im Rahmen der Aktion »10 000 Bäume für Wölfersheim« und anderweitig angepflanzten Bäume in heißen Sommern wurde nach geäußerten Haftungs- und Versicherungsbedenken für den Verleih, das Steuern und die Nutzung eines derart großen Tank-Anhängers durch einen konkurrierenden Antrag der FWG ergänzt und an den Bauausschuss verwiesen. Die Freien Wähler hatte vorgeschlagen, die Nutzung besser handhabbarer Bewässerungssäcke zu prüfen, wie sie unter anderem in Bad Nauheim zur Anwendung kämen.

Emotional diskutiert wurde die auf Antrag der Grüne vorgeschlagene Ergänzung der Geschäftsordnung um das Recht, in den Ausschüssen spontane Nachfragen zuzulassen. Hier entschied sich die Versammlung aufgrund der Möglichkeit, fundiertere Antworten zu geben, für das Modell einer schriftlichen Vorabeingabe solcher Fragen.

Größerer Solarpark wird befürwortet

Bezüglich des Tauschs der Module und der damit verbundenen Erweiterung des Solarparks am Wölfersheimer See (sowohl von der Leistungsstärke her als auch räumlich auf alten Kraftwerks- und somit Konversionsflächen) wurden bei grundsätzlicher allgemeiner Zustimmung vor allem Naturschutzaspekte sowie der Einfluss einer Parkerweiterung auf das Landschaftsbild und ökonomische Dimensionen diskutiert. Man kam zu dem Schluss, unter Führung der Ovag gemeinsam mit dem Bauausschuss und interessierten Gemeindevertretern eine Ortsbegehung vorzunehmen, eventuell räumliche Alternativen ausfindig zu machen und das Ergebnis der Prüfung erneut in der Gemeindevertretung zu diskutieren.

Zum Schluss des öffentlichen Teils der Sitzung erläuterte See den Bebauungsplan »In den Haingärten« im Ortsteil Melbach mit neuen Mehrfamilienhäusern im Ortskern. Die Versammlung stimmte geschlossen dem Aufstellungsbeschluss zu und plädierte auf Wiedervorlage des konkreten Bauplans, wobei die Grünen eine »gute Durchgrünung« des Areals, den Verzicht auf umfangreiche Bodenversiegelung sowie eine zeit- und klimagerechte Energieversorgung anmahnten.

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