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Der Schlag zum Jäger erfolgt mit einem Hirschfänger.

Ein Stück jagdliche Tradition

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Wölfersheim-Berstadt (pm). Gelebte Tradition - das war das Motto des sogenannten Jägerschlags in Berstadt. Es ist das Versprechen der Jungjäger, in Zukunft »anständig nach den Regeln der Waidgerechtigkeit zu jagen«, teilt Sven Steinrück von der Jagd- und Naturschule Hessen in Reichelsheim mit. 25 Jungjäger habe man in die Reihen der Jägerschaft aufgenommen.

»Corona hat uns dieses Stück Tradition leider im letzten Jahr und auch im neuen Halbjahr unmöglich gemacht. Aber es gehört eben dazu und vor allem wollen wir unseren Schülern mit auf den Weg geben, dass es so etwas wie Jägerehre gibt, die Hand in Hand mit der Waidgerechtigkeit geht«, sagt Steinrück.

Im Glaspalast der Mehrzweckhalle war für Speis und Trank reichhaltig gesorgt - natürlich stand auch Wild auf dem Speiseplan. Viele kamen in Begleitung ihrer Ehefrauen und Kinder, um dieses einmalige Ereignis im Leben eines jeden Jägers zu begleiten.

Jeder neue Jäger - der nach bestandener Prüfung für die nächsten drei Jahre als Jungjäger gilt - musste niederknien. Dann erfolgte der Schlag zum Jäger, indem er dreimal an der Schulter mit einem Hirschfänger - einer traditionellen blanken Jagdwaffe - an der Schulter berührt wurde. Dabei wird folgende Formel gesprochen: »Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weih’n. Der zweite Schlag soll Dir die Kraft verleih’n, zu üben stets das Rechte. Der dritte Schlag soll Dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten.«

Danach erhoben sich die Jungjäger, tranken einen Schnaps (oder eine alkoholfreie Alternative) und wurden mit einem dreifachen »Horrido Joho« im Kreis der Jäger willkommen geheißen. Steinrück »Auch wenn viele dieses Stück jüngerer Tradition nicht mehr durchführen, so denken wir doch, dass es zum Jäger dazu gehört, auch auf die überlieferten Traditionen zu achten. Denn sie stehen für Kameradschaft, Treue, Achtung vor dem Leben, Gemeinschaft, Toleranz und mehr.«

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