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Ein Hoch auf die Dichtkunst

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Von: red Redaktion

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Poetry-Slam-Workshop am Singberg: Lars Ruppel zeigt den Schülerinnen und Schülern des zehnten Jahrgangs, was man mit Sprache so alles machen kann. © pv

Wölfersheim (pm). Einen Heidenspaß konnten kurz vor den Ferien etwa 90 Schülerinnen und Schüler der zehnten Gymnasialklassen der Singbergschule bei einem Poetry-Slam-Workshop erleben. Kein Geringerer als der mehrfache deutsche Meister im Poetry Slam, Lars Ruppel, weihte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Geheimnisse der Dichtkunst ein. Die Jugendlichen sahen und hörten dabei, was man alles mit Sprache erreichen, wie man mit ihr spielen und sich ausdrücken kann.

»Bei den Schülerprojekten geht es um ihre Sprache«, sagt der Slam-Poet, der den Schülerinnen und Schülern nicht unbedingt etwas beibringen wollte, sondern sie viel mehr dazu ermutigen wollte, ihr bereits vorhandenes Potenzial zu nutzen.

So entstanden im Laufe des Workshops humorvolle Ein-Wort-Geschichten bis hin zu Hass- oder Liebesbotschaften an Gegenstände, die die Schülerinnen und Schüler von sich aus kunstvoll in Reime verpackten und metaphorisch ausschmückten.

Die Deutschkurse der Jahrgangsstufe 10 hatten dabei zum Abschluss noch das Vergnügen, das Gedicht »Alter Schwede« von einem der erfolgreichsten deutschen Sprachkünstler der vergangenen Jahre live zu erleben.

Am Ende konnten alle sehen: Poetry Slam holt Jugendliche in ihrer Lebenswelt ab und fördert ihre Kreativität sowie ihren Umgang mit Sprache. Gleichzeitig stärkt es ihre Motivation, sich mit literarischen Texten zu beschäftigen, aber auch selbst Texte zu verfassen und vorzutragen. So schlägt Poetry Slam auch eine Brücke zu klassischen Gedichten und bringt den Schülerinnen und Schülern lyrische Stilmittel näher.

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