Ein eigenes Protestlied

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Am Sonntagnachmittag ist Martin Schnur, Liedermacher und Träger des Wetterauer Kulturpreises, zu Gast bei der Bürgerinitiative (BI) "Bürger für Boden" gewesen. Sein Besuch auf dem Echzeller Römerhof sei auf Anregung des evangelischen Dekanats Wetterau ergangen, wie die Initiative in einer Pressemitteilung schreibt.

Am Sonntagnachmittag ist Martin Schnur, Liedermacher und Träger des Wetterauer Kulturpreises, zu Gast bei der Bürgerinitiative (BI) "Bürger für Boden" gewesen. Sein Besuch auf dem Echzeller Römerhof sei auf Anregung des evangelischen Dekanats Wetterau ergangen, wie die Initiative in einer Pressemitteilung schreibt.

Die Kritiker des geplanten Logistikstandorts fragen unter anderem nach der Entwicklung der "Kulturlandschaft" Wetterau. "In dieser Hinsicht hat die Wetterau ja einiges zu bieten: zum Beispiel Martin Schnur", schreibt die BI. Er besinge Schönheit und Eigenart der Wetterau und ihrer Menschen, die liebevollen Beobachtung des Alltäglichen und Episoden, die einen beim Zuhören schmunzeln ließen. Bisweilen fühle man sich als Wetterauer ertappt, was für die Authentizität seiner Texte spreche.

Doch am Sonntag sei es auch ernst geworden. Mit seinen Liedern in Wetterauer Mundart habe sich Schnur unterhaltsam und überzeugend dem Protest gegen das geplante Rewe-Logistikzentrum auf Berstädter Boden angeschlossen. Höhepunkt seines Auftritts war ein eigens für diesen Anlass geschriebenes Lied. In "Boden wie im Paradies" nehme Martin Schnur sich auch einige Werbeslogans des Lebensmittelkonzerns vor und decke den Widerspruch zu dessen Vorhaben bei Berstadt auf.

Appell an Rewe

Schnur habe an Rewe appelliert, das Projekt aufzugeben und bei einer erneuten Suche auf die Schätze der Natur und den Boden zu achten, betont die BI. Wer mit guten Lebensmitteln werbe, habe auch die Pflicht, den Boden, auf dem sie erzeugt werden, wertzuschätzen.

Am Ende hätten die Zuhörer das Lied und vor allem den Refrain laut mitgesungen: "Boden wie im Paradies, in dem alles gedeiht. Da hinein darf kein Beton, jetzt nicht und für alle Zeit."

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