Direktkontakte aufbauen

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Wölfersheim(pm). In der vergangenen Woche fanden gleich mehrere Sitzungen der Wölfersheimer Parlamentsgremien in der Wetterauhalle statt. Unter anderem beschäftigte sich der Ausschuss für Sport, Kultur, Jugend und Soziales mit der Jugendarbeit und der Situation der Flüchtlingsbetreuung. Loni Konietzke vertrat dabei Magda Gerlach als Ausschussvorsitzende.

Bürgermeister Eike See beichtete zunächst aus dem Gemeindevorstand und über die aktuellen Corona-Bestimmungen. Anschließend übergab er das Wort an die beiden Jugendpfleger Daniela Stelz und Jörg Pfaffenroth, die über ihre Arbeit in Wölfersheim im vergangenen Jahr berichteten.

Großes Augenmerk legten sie dabei auf die neu eingeführte "aufsuchende Jugendarbeit". Die aufsuchende Jugendarbeit wurde in Wölfersheim als einzige der vier beteiligten Gemeinden eingeführt. Mit ein Grund dafür ist, dass Wölfersheim mit der Singbergschule auch Anziehungs- und Treffpunkt für viele andere Jugendliche aus umliegenden Gemeinden geworden ist. In den vergangenen Monaten kam es zudem immer wieder zu Vandalismus. Aus diesem Grund sind die beiden Jugendpfleger seit diesem Jahr in der Gemeinde unterwegs.

Wochenende und abends unterwegs

Gemeinsam fahren sie zu beliebten Treffpunkten wie dem Bahnhof, dem Wölfersheimer See oder dem Sportplatz an der Singberghalle. "Wir sind dabei nicht nur unter der Woche, sondern vor allem am Wochenende und abends unterwegs, um auch Jugendliche antreffen zu können", erläuterte Pfaffenroth. Ziel sei es, darüber einen direkten Kontakt zu den Jugendlichen aufzubauen. Die Corona-Pandemie habe den Jugendpflegern jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Insgesamt stehe man mit der aufsuchenden Jugendarbeit noch am Anfang. "Wir tauschen uns regelmäßig mit Kolleginnen und Kollegen im Umkreis aus. Eine gute Aufsuchende Jugendarbeit kann man nicht von heute auf morgen etablieren. So etwas braucht Zeit, kann aber dann sehr wirkungsvoll sein", so Pfaffenroth. Bürgermeister See fand lobende Worte für die beiden Jugendpfleger. "Es ist keine Selbstverständlichkeit zusätzlich zu solchen Zeiten zu arbeiten. Dazu braucht es viel Leidenschaft für einen Beruf. Ich danke Jörg Pfaffenroth und Lisa Steinbrück für ihr Engagement. Ein solches Angebot könnten wird als Gemeinde alleine nur schwer auf die Beine stellen", sagte See.

Im Anschluss berichtete der für die Flüchtlingsunterbringung zuständige Hauptabteilungsleiter Markus Herrmann über die aktuelle Situation der Flüchtlingsbetreuung und warf dabei auch einen Blick auf die im zurückliegenden Jahr realisierten Projekte. Als ein Leuchtturmprojekt hob er den Tag des Sports hervor, bei dem die Integration in die Vereine im Vordergrund stand.

Die Ausschussmitglieder nutzten nach beiden Vorträgen die Möglichkeit intensiv Fragen zu stellen und sich noch tiefgehender zu informieren.

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