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Mehr Sicherheit für die Wehr: Thorsten Höhne, Thomas Küchenmeister und Eike See bei der Tablet-Übergabe.

Datenabruf direkt am Unfallort

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Wölfersheim (pm). Die Digitalisierung hält in vielen Bereichen Einzug. Bei den Feuerwehren läuft jedoch noch vieles analog. Um die Arbeit für die Ehrenamtlichen einfacher und effektiver zu gestalten, hat der Gemeindevorstand die Anschaffung von Tablets beschlossen. In der vergangenen Woche haben Bürgermeister Eike See und der für die Feuerwehren zuständige Fachbereichsleiter Thorsten Höhne die Geräte an den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Thomas Küchenmeister übergeben.

Bei den Tablets handelt es sich um LTE-fähige Geräte des Herstellers Samsung. In jedem Ortsteil soll eines der Tablets zum Einsatz kommen. »Die Wehren kamen mit diesem Wunsch auf uns zu. Solche Tablets gehören zwar nicht zur Pflichtausstattung einer Feuerwehr, werden ihre Arbeit aber erleichtern«, sagte See. Ein Grund, die Tablets anzuschaffen, war auch die sogenannte Rettungskarte. Autohersteller machen moderne Fahrzeuge immer sicherer. Doch nach einem Unfall können versteckt verbaute Airbags oder Hochvolt-Stromleitungen Rettungskräfte oder Unfallopfer gefährden. Hochfeste Materialien und Verbindungen in der Karosserie können Rettungswerkzeuge beschädigen oder wirkungslos machen. Umso wichtiger ist es für die Einsatzkräfte zu wissen, wo an der Karosserie Spreizer oder Rettungsschere effektiv und gefahrlos angesetzt werden müssen und welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um bspw. Airbags nicht nachträglich auszulösen oder das Hochvolt-System eines Elektroautos zuverlässig zu deaktivieren.

Für eine schnellere Befreiung der Fahrzeuginsassen sorgt die Rettungskarte. Sie sollte hinter der Fahrersonnenblende angebracht werden, bis in Europa flächendeckend eine elektronische Übermittlung der jeweiligen Fahrzeugdaten an der Unfallstelle möglich ist.

Wichtigstes Element der Sofortinformation bei Transportunfällen auf der Straße oder Schiene ist die orangefarbene Warntafel, die in der Regel die UN-Nummer und die Gefahrnummer (früher Kemler-Zahl) des beförderten Stoffs angibt, sowie gegebenenfalls Gefahrzettel oder Placards (Hinweiskarte auf Gefahrengüter). Daraus können Informationen über die Stoffe bzw. über die von diesen ausgehenden Gefahren abgeleitet werden. Mit den Tablets kann die Wehr die Daten direkt an der Unfallstelle online abrufen und so den Einsatz sicher abarbeiten.

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