Die Behörden rufen alle Besucher der Kirmesveranstaltung in Melbach auf, sich beim Auftreten typischer Corona-Symptome unverzüglich testen zu lassen.
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Die Behörden rufen alle Besucher der Kirmesveranstaltung in Melbach auf, sich beim Auftreten typischer Corona-Symptome unverzüglich testen zu lassen.

Kitas geschlossen

Corona-Ausbruch nach Kirmes: Teilentwarnung in Wölfersheim

  • VonRedaktion
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Auf einer Veranstaltung im Wölfersheimer Ortsteil Melbach haben sich mehrere Menschen mit Corona angesteckt. Die Wetterauer Gemeinde musste schnell reagieren.

Update vom Mittwoch, 27.10.2021, 11.39 Uhr: Teilentwarnung in Sachen Corona-Ausbruch in Wölfersheim nach der Kirmes in Melbach: Wie die Gemeinde mitteilt, bleibt die Kindertagesstätte Räuberhöhle in Melbach bis Freitag geschlossen. Die Kita Löwenzahn in Wölfersheim konnte wieder öffnen. »Wir werden die Eltern so früh wie möglich direkt kontaktieren und über aktuelle Entwicklungen informieren«, teilte Sebastian Göbel seitens der Verwaltung mit. Bei der Kirmes in Melbach hatten sich mehrere Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Gemeinde hatte daraufhin die beiden Kitas vorerst geschlossen.

Erstmeldung vom Montag, 25.10.2021, 12.49 Uhr: Wölfersheim – Im Zusammenhang mit der Kirmes in Melbach melden die Behörden einen Corona-Ausbruch. Bei der Veranstaltung haben sich nach Angaben des Wetteraukreises mehrere Personen mit dem Virus infiziert. Der Kreis meldete gestern 13 Neuinfektionen. »Die tatsächliche Anzahl wird jedoch höher liegen«, berichtet die Wölfersheimer Gemeindeverwaltung auf ihrer Internetseite: »Um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden, hat die Gemeinde verschiedene Maßnahmen ergriffen und bittet auch Bürgerinnen und Bürger zu einem besonders sorgsamen Verhalten.«

»Wir tragen als Gemeinde eine hohe Verantwortung. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist uns ein großes Anliegen«, unterstreicht Bürgermeister Eike See. Unmittelbar nachdem man von den Infektionen erfahren habe, habe die Gemeinden Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufgenommen. Der Corona-Stab der Verwaltung sei am Wochenende digital zusammengetroffen. Ergebnis der Beratungen: Die Kitas Räuberhöhle in Melbach und Löwenzahn in Wölfersheim blieben am gestrigen Montag geschlossen. Die Situation in den beiden Kitas könne noch nicht abschließend bewertet werden, mehrere PCR-Tests stünden noch aus oder würden erst vorgenommen, berichtet das Rathaus. Sobald die Ergebnisse vorlägen, könne die Gemeinde gemeinsam mit dem Gesundheitsamt die Situation besprechen und weitere Maßnahmen einleiten.

Corona-Ausbruch nach Kirmes in der Wetterau: Situation in Wölfersheim dynamisch und unübersichtlich

Wann die Kitas wieder geöffnet werden, steht derzeit noch nicht fest. Die betroffenen Eltern würden möglichst kurzfristig von der Gemeinde informiert. In allen anderen Kitas werde der Betrieb vorerst normal weiterlaufen. »Die Situation ist jedoch sehr dynamisch und unübersichtlich. Über mögliche Einschränkungen in der Betreuung wird die Gemeinde so früh wie möglich informieren«, so die Information auf der Homepage. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindergärten, im Rathaus und im Bauhof zu schützen, würden verschiedene andere Maßnahmen umgesetzt. So gelte neben der teilweise bereits bestehenden Maskenpflicht eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Zusätzlich führen sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen der Gemeinde täglich einen Selbsttest vor Arbeitsbeginn durch. Das Gesundheitsamt bittet alle Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung, bei denen im Laufe der Woche Symptome auftreten, sich unverzüglich einem Test zu unterziehen. Die Tests können sowohl beim Hausarzt als auch im Gesundheitsamt in Friedberg gemacht werden. (telefonische Anmeldung montags bis freitags, in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr, Telefon 0 60 31/83-22 88.).

Wetterau: Nach Corona-Ausbruch auf Kirmes in Wölfersheim entbrennt Debatte

In den sozialen Medien werde derweil bereits eifrig über die Veranstaltung diskutiert, berichtet die Verwaltung weiter. »Die Gemeinde selbst verzichtet weitgehend auf Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und versucht, mögliche Risiken zu vermeiden.« So habe man beispielsweise eine Comedy-Veranstaltung mit Bernhard Hoecker auf das kommende Jahr verlegt. Auch verzichte man auf Laternenumzüge gemeinsam mit den Eltern der Kitas und lasse die Kinder nur mit den Erziehern die Umzüge durchführen.

»Die Veranstalter der Kirmes haben die Veranstaltung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten durchgeführt. Dass es zu so vielen Neuinfektionen gekommen ist, ist natürlich mehr als bedauerlich. Ich hoffe, dass die Situation gemeinsam mit dem Gesundheitsamt möglichst schnell wieder unter Kontrolle ist und niemand einen schweren Krankheitsverlauf erleiden muss«, erklärt See abschließend. (bf/rüg)

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