Biokraft: Bis Ostern ist die Fläche geräumt

Wölfersheim-Berstadt (en). Nachdem die Firma Biokraft Ende letzten Jahres signalisiert hatte, dass sie bereit sei, den Standort im Berstädter Industriegebiet aufzugeben, und das Gemeindeparlament den Bedingungen zugestimmt hatte, wurden am Mittwoch die entsprechenden Verträge unterzeichnet.

Bürgermeister Rouven Kötter und der Erste Beigeordnete Manfred Sauer trafen sich dazu auf dem Firmengelände mit Biokraft-Geschäftsführer Jochen Ritter und Prokurist Klaus Müller.

Nur noch wenige Haufen Material lagen zu diesem Zeitpunkt auf dem Gelände, berichtet der Bürgermeister. Die würden, so erfuhr er, in den kommenden Tagen verarbeitet und abgefahren. Bis Ostern erinnere bis auf die Hallen nichts mehr an die Arbeit der Firma in Berstadt. Die Hallen sollen, falls kein Nachnutzer an ihnen interessiert ist, bis zum September abgebaut werden. Die Fläche soll an ein neues Unternehmen vermarktet werden, das sich besser zu dem Standort passt. "Ich stehe in Verhandlungen mit potentiellen Interessenten", ließ Kötter wissen.

In dem Ortsteil hatte das Unternehmen, das eigentlich nur Holz aus der Landschaftspflege zu Heizmaterial aufarbeiten wollte, in den vergangenen zwei Jahren für einen regelrechten "Volksaufstand" gesorgt: Man hatte auch große Mengen anderes organisches Material angenommen, dessen Modergerüche bei (der häufigen) West-Wetterlage immer wieder ins Dorf getragen worden waren.

Mit dem Hallenbau und weiteren Vorgaben des Regierungspräsidiums (kürzere Liegezeiten, weniger Material vor Ort, bessere Annahmekontrolle) hatte sich die Situation zuletzt gebessert, doch war die Geruchsbelästigung immer wieder einmal aufgetreten. Nach dem Beschluss, Berstadt aufzugeben, hatte Biokraft die Räumung schon für Ende Februar angekündigt.

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