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Ein Memoriam-Garten, wie hier in Hungen (bei der Eröffnung 2018), könnte auch bald in Wölfersheim entstehen. ARCHIVFOTO: CON

Baumbestattungen bald möglich

  • vonConstantin Hoppe
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Wölfersheim (con). Neue Bestattungsformen auf den Friedhöfen, die Aufwertung des Herrengartens in Södel und die Außerbetriebnahme der Kläranlage Wölfersheim beschäftigten die Gemeindevertreter in ihrer letzten regulären Sitzung der Legislaturperiode.

Der wohl emotionalste Punkt des Abends war dabei die Schließung der Kläranlage, Der gemeinsame Änderungsantrag von SPD und FWG, der eine Information der Gemeindevertreter über die Anschlusskosten, die voraussichtliche Höhe der Verbandsumlage und darüber fordert, welche Einrichtungen vom Verband übernommen werden, wurde am Dienstagabend bei drei Enthaltungen aus den Reihen der Grünen und der CDU angenommen. Kritik kam von Michael Rückl (Grüne): »Das Ziel sollte sein, die Kläranlage zum Wohl unserer Bürger als auch der Umwelt so schnell wie möglich zu schließen - da brauchen wir keine weiteren Gutachten, die das ganze nur hinauszögern.« Eine Aussage, die aufseiten der SPD-Mitglieder auf Unverständnis stieß: »Es geht doch nur darum, den weiteren Prozess ein Stück weit zu begleiten, nicht darum irgendetwas hinauszuzögern«, meinte Matthias Appel (SPD).

In Zukunft könnten auch auf den Wölfersheimer Friedhöfen alternative Bestattungsformen möglich werden. Ein entsprechender Antrag der SPD sieht vor, zu prüfen auf welchen Friedhöfen und Flächen sogenannte Memoriam-Gärten möglich wären. Zusätzlich sollen auch Baumbestattungen auf den Friedhöfen ermöglicht werden. Für Letzteres sieht der Antrag vor, bereits kurzfristig entsprechende Flächen auszuweisen und dort Bäume zu pflanzen. Aber gerade diese Vermischung der beiden Anliegen war am Dienstag Grund für Kritik: Der SPD-Antrag sei eine sehr gute Idee und auch wegweisend - »aber wir sind der Meinung, dass das auch die Friedhofsnormen und Begräbnisformen radikal verändern wird«, sagte Rückl. Statt sofort tätig zu werden, wollte seine Fraktion zunächst Informationen sammeln. Dem schlossen sich auch CDU und FWG an. »Ich werde immer wieder nach der Möglichkeit von Baumbestattungen auf den Friedhöfen gefragt - und diese wollen wir mit diesem Antrag unkompliziert und nach Möglichkeit bereits in diesem Jahr ermöglichen«, erwiderte Maria Gerlach (SPD). Dem Antrag wurde bei 18 Ja-Stimmen der SPD und neun Gegenstimmen zugestimmt, ein Änderungsantrag der Grünen, die Baumpflanzungen aus dem Antrag zu streichen wurde abgelehnt.

Zwei weitere Anträge erhielten dagegen den einstimmigen Zuspruch aller Gemeindevertreter: Auf Antrag der SPD soll der Herrengarten in Södel aufgewertet werden. Dazu sollen die Schilder vor den gepflanzten Bäumen, die Auskunft über die Art geben, erneuert werden. Auch einer Erweiterung des Vorhabens durch die FWG-Fraktion wurde kurzerhand zugestimmt: Die genannten Schilder sollen noch um weitere Informationen, etwa zu den Pflanzenden und zum Alter des Baums, ergänzt werden.

Auf Antrag der Grünen soll der Gemeindevorstand in Kürze zum Stand beim Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Perspektiven des Glasfaserausbaus in der Gemeinde berichten.

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