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SPD-Ortsvereinsvorsitzender Rouven Kötter und Wölfersheims Erste Beigeordneten Carmen Körschner mit einer frisch gepflanzten Rotbuche.

Bäume statt Wahlkampfgeschenke

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Wölfersheim (pm). Der Kommunalwahlkampf ist in vollem Gange. »Es ist jedoch ein Wahlkampf, wie er noch nie da gewesen ist: Der persönliche Kontakt fehlt fast komplett«, bedauert der Parteivorsitzende der Wölfersheimer SPD, Rouven Kötter.

Das habe natürlich Auswirkungen auf den Wahlkampf: Außer Plakatierung, Presseveröffentlichungen und dem Bürgergespräch sei fast nichts wie früher. »Unsere Abstimmungsgespräche finden online statt, es gibt kaum noch Vor-Ort-Termine zu wichtigen Themen und der gesamte Wahlkampf hat sich verstärkt ins Internet verschoben«, so Kötter. »Unsere regelmäßigen Videos finden dort großen Anklang, ebenso unsere Aktivitäten auf Facebook, Instagram und unserer Homepage. Aber das alles ersetzt den persönlichen Kontakt letztlich nicht.«

Bei der letzten Kommunalwahl habe die Wölfersheimer SPD ein eigenes Kochbuch entworfen und an die Bürger verteilt. Noch heute sei es ein hilfreicher Ideengeber in vielen Wölfersheimer Küchen. »Die Arbeiten am Kochbuch haben damals sehr viel Spaß gemacht, waren aber auch mit vielen persönlichen Kontakten verbunden. Wir haben zusammen gekocht, Bilder gemacht und natürlich im Anschluss auch oft zusammen noch gegessen. Das war toll für unser Team, aber etwas Vergleichbares ist dieses Jahr leider nicht möglich«, berichtet die Erste Beigeordnete Carmen Körschner, die hinter Bürgermeister Eike See auf Platz 2 der Wölfersheimer SPD-Liste kandidiert.

Eine langjährige Tradition könne man dieses Mal nicht umsetzen: »Seit Jahren sind die Wölfersheimer Bürgerinnen und Bürger es gewöhnt, am Samstag vor einer Wahl schon ab frühmorgens von der Wölfersheimer SPD beim Bäcker begrüßt zu werden. Das würde in diesem Jahr aber zu unnötigen und riskanten Kontakten führen.« Darauf müsse man schweren Herzens verzichten.

Das SPD-Wahlkampfteam hat daher eine neue Idee entwickelt: Die Gemeinde habe vor einiger Zeit die Aktion »10 000 Bäume für 10 000 Wölfersheimer« ins Leben gerufen. Die Aktion erfreue sich großer Beliebtheit. Firmen, Privatpersonen, Landwirte und natürlich die Gemeinde selbst, hätten in rund einem Jahr unzählige Bäume gespendet oder selbst gepflanzt.

In schwerer Zeit etwas Gutes tun

»Wir finden die Aktion, die auf der Idee eines SPD-Antrages beruht, eine tolle Möglichkeit, um in dieser, für uns allen so schweren Zeit, etwas Gutes zu tun. Daher werden wir selbst Hand anlegen, in jedem Ortsteil einen Baum pflanzen und den Rest unseres Wahlkampfbudgets der Gemeinde für dieses tolle und vor allem nachhaltige Projekt spenden.«

Man hoffe sehr, dass bei kommenden Wahlkämpfen der Anblick der dann gewachsenen Bäume daran erinnert, dass es einmal einen Wahlkampf ohne persönliche Kontakte gab. »Dann freuen wir uns umso mehr, wenn es wieder möglich ist mit den Bürgerinnen und Bürgern in engen, persönlichen Austausch gehen können, um über die Zukunft unserer schönen Gemeinde zu sprechen und zu beraten«, so Körschner und Kötter abschließend.

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