In Wölfersheim sollen zahlreiche Bäume gepflanzt werden, denn: Die Schäden, die in den vergangenen beiden Jahren durch Trockenheit in den Wäldern entstanden seien, könnten durch natürliche Verjüngung des Bestands nicht ausgeglichen werden, so die SPD.
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In Wölfersheim sollen zahlreiche Bäume gepflanzt werden, denn: Die Schäden, die in den vergangenen beiden Jahren durch Trockenheit in den Wäldern entstanden seien, könnten durch natürliche Verjüngung des Bestands nicht ausgeglichen werden, so die SPD.

Gemeinschaftsaktion

10.000 Bäume für Wölfersheim

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Es soll ein Gemeinschaftsprojekt für alle Wölfersheimer werden: Die SPD hat in der Sitzung der Gemeindevertreter einen Antrag eingebracht, der übertitelt ist mit »10.000 Bäume für 10.000 Wölfersheimer«.

Entsprechend des Antrags, der angenommen worden ist, soll der Gemeindevorstand die Aktion realisieren, durch die 10 000 Bäume im Gemeindegebiet gepflanzt werden sollen. »Bäume sind hervorragende Klimaschützer«, heißt es in dem von der SPD vorgelegten Text. »Denn Wälder regulieren den Wassergehalt des Bodens, dienen als Speicher von Kohlenstoffdioxid und sind Lebensgrundlage für viele Tier- und Pflanzenarten.« Die Schäden, die in den vergangenen beiden Jahren durch Trockenheit in den Wäldern entstanden seien, könnten durch natürliche Verjüngung des Baumbestands nicht ausgeglichen werden.

Bäume für Wölfersheim: Ambitioniert, aber realistisch

Für die Umsetzung des Projekts haben die SPD-Mitglieder ein Konzept erarbeitet. So soll es etwa gemeinschaftliche Pflanzaktionen mit den Bürgern geben (da sich solche Gemeinschaftsaktionen bisher bewährt hätten, beispielsweise Blumenzwiebelaktionen). Es soll außerdem Baumpatenschaften geben - ein Pate stellt dann z. B. das regelmäßige Wässern sicher. Zudem soll es Baumspenden geben, es sollen auch Solitärbäume auf privaten Flächen gepflanzt werden. Zur Koordination des Projekts ist die Bildung einer Arbeitsgruppe geplant.

Der Antrag für das Projekt wurde mehrheitlich angenommen, nicht aber ohne eine laute Diskussion in der Sitzung. Dr. Franz Grolig, der für die Grünen im Gemeindeparlament sitzt, äußerste sich skeptisch. Nicht bezüglich des Projekts an sich, sondern hinsichtlich der Umsetzung, da »10 000 Bäume verdammt viel Holz sind« und die Pflege nicht zu unterschätzen sei. Es sei daher sinnvoll, das Projekt vorerst im Bauausschuss zu vertiefen, bevor die Gemeindevertretung eine finale Entscheidung treffe. Nina Gerlach und Bürgermeister Eike See (beide SPD) hielten aber dagegen: Es sei ein ambitioniertes, aber kein unrealistisches Projekt.

Bäume für Wlfersheim: Ärger bei der Abstimmung 

Der kurze (lautstarke) Ärger im Rahmen der Abstimmung: Letztlich wurde über den Ursprungsantrag der SPD abgestimmt. Und nicht darüber, ob der Antrag zuerst noch einmal im Bauausschuss beraten werden sollte. Denn: Grolig hatte nur gesagt, es sei sinnvoll, das Thema im Bauausschuss zu beraten, nicht aber formal einen Antrag gestellt. Als Gemeindevertretungsvorsitzender Gerhard Weber dann die Abstimmung über den Ursprungsantrag der Sozialdemokraten einleitete, meldete sich Michael Rückl von den Grünen zu Wort: Ein Überweisungsantrag sei eingebracht worden, über diesen müsse zuerst abgestimmt werden. Weber jedoch überging diesen Hinweis mit Verweis darauf, man befinde sich bereits in der Abstimmungsphase - eine kurze, aber laute Auseinandersetzung zwischen Rückl und Weber folgte, letztlich wurde aber nur über den SPD-Antrag abgestimmt.

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