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Auszeichnungen für Ehrenamtliche

  • VonConstantin Hoppe
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Wölfersheim (con). Die Verabschiedung und Ehrung der nach der Kommunalwahl im März ausgeschiedenen Mitgliedern des Gremiums stand am Montagabend in der Wölfersheimer Gemeindevertretung auf der Tagesordnung: Gabriele von Bechtolsheim war von 2011 bis 2021 Mitglied des Parlaments, Sven Oleschko von 2016 bis 2021 und ebenso lange Andreas Wöhrle. Rita Rieß gehörte von 1993 bis 2001 bereits erstmals dem Gremium an und erneuerte ihr Engagement von 2011 bis 2021.

Friedrich Wilhelm Philipps wurde 2006 erstmals in die Gemeindevertretung gewählt, von 2010 bis 2011 gehörte er dem Gemeindevorstand an. 2013 bis 2016 folgte eine zweite Mitgliedschaft in der Gemeindevertretung und dann nochmals von 2020 bis 2021.

Drei ehemalige Mitglieder wurden zudem für ihren Einsatz in der Kommunalpolitik zu Ehrenmitgliedern der Gemeindevertretung bzw. Ehrenbeigordneten ernannt: Hans Reiner Heßler war von 1979 bis 2001 als Gemeindevertreter aktiv, ab 2001 bis dieses Jahr war er Mitglied des Gemeindevorstands. Alleine hier erlebte er drei Bürgermeister als Mitglied dieses Gremiums. Heßler wurde zum Ehrenbeigeordneten ernannt. Als weiteres verdientes Mitglied der Gemeindevertretung wurde auch Michael Debes zum Ehrengemeindevertreter ernannt: Er gehörte dem Gremium 20 Jahre von 2001 bis 2021 an. Die dritte Ernennung kann jedoch nur posthum verliehen werden: Angelika Pulkert gehörte bis zu ihrem Tod von 1993 bis 2021 der Gemeindevertretung an und wurde für ihr Engagement ebenfalls zur Ehrengemeindevertreterin ernannt.

Zu den Themen des Abends gehörte auch ein Antrag der SPD, der kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt wurde: 2002 wurde nach der Flutkatastrophe an Elbe und Donau ein Spendenkonto durch die Gemeindevertretung ins Leben gerufen, mit dem ein Hilfsprojekt vor Ort unterstützt werden konnte. Das soll sich nach den schweren Hochwasserereignissen im vergangenen Monat wiederholen: Dem Antrag stimmten alle Gemeindevertreter zu.

Umstrittener war dagegen ein Antrag der Grünen, über die Unterlagen zu Grundstückangelegenheiten. Nachdem zur vorherigen Sitzung der Gemeindevertretung eine größere Grundstücksangelegenheit in nicht öffentlicher Sitzung beraten wurde, kam Kritik vonseiten der Oppositionsfraktionen auf: Die Gemeindevertreter erhielten damals nur zehn Minuten Zeit, um die an diesem Tag vorgelegten Dokumente zu sichten - sechs Seiten Vorlage sowie zusätzlich noch Pläne. Durch den Grünen-Antrag sollte erreicht werden, das entsprechende Unterlagen vor den jeweiligen Sitzungen zugesandt werden. Ein Vorschlag der bei der SPD nicht gut ankam: »Die Vorabverteilung von sensiblen Unterlagen, die in nicht öffentlicher Sitzung verhandelt werden, ist nur wenig sinnvoll«, meinte Stefan Bodem (SPD), »So geraten nur vorab Dinge an die Öffentlichkeit, die dort nicht hingehören.« Ramona Hofmann (CDU) berief sich jedoch auf die Schweigepflicht der Gemeindevertreter.

Bürgermeister See zeigte Verständnis für die Opposition: »Bei so einem umfangreichen Thema ist der Fehler passiert, dass er viel zu spät beraten wurde.« Er schlug vor, künftig in Fällen dieser Größenordnung eine Sondersitzung einzuberufen und dort ausführlich darüber zu beraten. Der Antrag der Grünen-Fraktion wurde letztlich mit elf Ja-Stimmen der Oppositionsparteien sowie 14 Stimmen der SPD abgelehnt.

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