»Ausgrabung keine Baumaßnahme«

  • VonRedaktion
    schließen

Wölfersheim (pm). »Die unterbrochenen archäologischen Arbeiten auf dem Rewe-Baufeld in Wölfersheim werden auf Veranlassung des Wetteraukreises kurzfristig fortgesetzt. Aus Sicht der Archäologischen Denkmalpflege ist es notwendig, die noch anstehenden Restarbeiten möglichst zeitnah wiederaufzunehmen. Darauf hat der Wetteraukreis Rewe jetzt hingewiesen«, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung,

Mit den Grabungsarbeiten war bereits begonnen worden, sie wurden jedoch nach dem Baustopp durch das Verwaltungsgericht Gießen und den VGH Kassel unterbrochen. Die durch die archäologischen Grabungen entstandenen Gruben wurden vorläufig verfüllt.

»Da bisher etwa 80 Prozent der Grabungen abgeschlossen sind und die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass eine der bedeutendsten rössenzeitlichen (Phase der mittleren Jungsteinzeit) Siedlungen in Deutschland dokumentiert werden konnte, ist es notwendig, die Grabungsarbeiten ordentlich abzuschließen«, heißt es in der Mitteilung weiter. »Gerade im Hinblick auf die Bedeutung der Fundstelle und die teilweise nur unter guten Bedingungen zu erfassenden Befunde ist es wichtig, die Arbeiten in der jetzt beginnenden trockenen und hellen Jahreszeit durchzuführen«, erklärt Dr. Jörg Lindenthal, Leiter Archäologische Denkmalpflege im Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt des Wetteraukreises.

Dr. Lindenthal ergänzt: »Grabungsarbeiten, wie vorliegend, finden im Vorfeld, mithin vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahme statt und sind keine Arbeiten, die unmittelbar dem Baufortschritt dienen, sondern dem Schutz der hessischen Kulturdenkmäler.«

Nach den archäologischen Maßnahmen würden die Flächen wieder mit Oberboden verfüllt und der Ist-Zustand zur ackerbaulichen Bewirtschaftung wiederhergestellt. Zur Sicherung des Artenschutzes würden die Maßnahmen nur unter einer ökologischen Begleitung durchgeführt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare