Alternative fürs Wölfersheimer Abwasser: (von links) FWG-Fraktionsvorsitzender Burkhard Käs und Gemeindevertreter Thomas Nitsch an der Kläranlage in Utphe.	FOTO: PM
+
Alternative fürs Wölfersheimer Abwasser: (von links) FWG-Fraktionsvorsitzender Burkhard Käs und Gemeindevertreter Thomas Nitsch an der Kläranlage in Utphe. FOTO: PM

»Abwasser nach Utphe«

  • vonRedaktion
    schließen

Wölfersheim (pm). Die Situation der Kläranlage in Wölfersheim war ein wichtiger Diskussionspunkt im Rahmen einer erweiterten Fraktionssitzung der Freien Wählergemeinschaft in der Berstädter Mehrzweckhalle.

Thomas Nitsch und Burkhard Käs berichteten über den aktuellen Stand zur Diskussion und Gutachtenlage der Wölfersheimer Kläranlage und dem Zustand des Wölfersheimer Sees. Das Abwasser der beiden Wölfersheimer Ortsteile Wohnbach und Berstadt werden schon seit geraumer Zeit der Kläranlage des Abwasserverbands Horlofftal in Utphe zugeführt, wobei Melbachs Abwasser zur Kläranlage nach Florstadt geführt wird.

In der Wölfersheimer Kläranlage am See werde das Abwasser der Ortsteile Wölfersheim und Södel geklärt und dann gereinigt in den See abgelassen. »Dieses Abwasser bereitet dem See jedoch zunehmend Sorge, was durch Gewässergutachten eindeutig belegt ist«, schreiben die Freien Wähler in einer Pressemitteilung. Dringender Rat sei, dem See kein, wenn auch geklärtes Abwasser, mehr zuzuführen, da es ihm an Frischwasserausgleich fehle.

Eine sinnvolle Alternative zu einer kostenintensiven Aufrüstung und Erweiterung der Wölfersheimer Kläranlage stelle der Vorschlag dar, das Abwasser aus Södel und Wölfersheim in der Kläranlage bei Utphe reinigen und entsorgen zu lassen. Der Abwasserverband habe hierzu bereits seine Bereitschaft erklärt, die nötigen Kapazitäten seien in der jüngst aufgerüsteten Kläranlage vorhanden.

Thomas Nitsch erläuterte die Schritte der Abwasserklärung in Utphe. Aufgrund der bisherigen Gutachten und Schätzungen fordert die FWG, dem Wölfersheimer See eine Chance auf Erholung zu geben und das Abwasser aus Södel und Wölfersheim in Utphe reinigen und entsorgen zu lassen. Die hierfür notwendigen Schritte seien bereits in Vorbereitung.

Die FWG werde jedoch beantragen, dass unmittelbar geprüft werden soll, ob und zu welchen Bedingungen die bestehende Kläranlage in Utphe mit den Abwasserreinigungsstufen 4 und 5 ausgerüstet werden kann. Diese noch nicht gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungsstufen betreffen die Reinigung des Abwassers von Arzneimittelrückstanden sowie die Reinigung von belastenden und. multiresistenten Keimen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare