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Der symbolische erste Spatenstich im Baugebiet »Füllgesgärten« ist erfolgt. In den nächsten Tagen sind die vorbereitenden Arbeiten für den Tiefbau vorgesehen.

Spatenstich im Södeler Baugebiet

Wölfersheim: 300 Bewerber für Grundstücke in den Füllgesgärten

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Wohnraum ist allerorten knapp und teuer. Die Nachfrage geht aus den Ballungsgebieten auch aufs Land. In Södel sollen im Gebiet Füllgesgärten zahlreiche neue Baugrundstücke entstehen.

»Wölfersheim ist als Wohnort gefragt. 2012 wurde das Södeler Baugebiet »Füllgesgärten« zuletzt erweitert. 80 Familien konnte der Wunsch nach Raum für die eigenen vier Wände erfüllt werden. Doch die Nachfrage nach Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet steigt weiter«, berichtet die Gemeindeverwaltung Wölfersheim in einer Pressemitteilung.

Inzwischen lägen der Gemeinde rund 300 Bewerbungen für Baugrundstücke vor, wovon etwa die Hälfte aus Wölfersheim kommt. Zum Beginn der Woche fand der erste Spatenstich für die Erschließungsarbeiten des Geländes statt.

Die Vorbereitungen zur Erweiterung des Baugebietes Füllgesgärten laufen bereits seit einiger Zeit. Angrenzend an die Landstraße wird ein vierter Bauabschnitt entstehen. Insgesamt sollen rund 40 weitere Baugrundstücke und rund 8000 Quadratmeter für Mehrfamilienhäuser ermöglicht werden. Bis man sich auf die Grundstücke konkret bewerben kann, sei allerdings noch etwas Arbeit notwendig.

Neuer Radweg an der Kreisstraße

Schon im vergangenen Jahr waren Bagger auf dem Gelände zu sehen. Sie waren notwendig, um entsprechende archäologische Untersuchungen durchführen zu können. Diese Untersuchungen sind neben verschiedenen anderen fachlichen Betrachtungen, wie zum Beispiel solche naturschutzrechtlicher Art, notwendig, um das Gelände zu Baugrundstücken zu entwickeln, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nachdem zum Ende des Jahres der Bebauungsplan beschlossen wurde, konnten die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben werden. In den nächsten Tagen will das damit beauftragte Tiefbauunternehmen mit den Arbeiten auf dem Gelände beginnen.

Zunächst sind vorbereitende Arbeiten wie die Baustelleneinrichtung, das Mulchen der Fläche und die Anlieferung von Material notwendig. Diese werden noch etwa drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen ehe mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden kann.

Umfangreicher Abstimmungsprozess

In den nächsten Monaten werden Straße, Gehwege, Kanalisation, Wasserleitungen und vieles mehr entstehen. Ein Prozess, der viel Abstimmung benötigt, da auch Strom und Telefonleitungen von externen Versorgern verlegt werden müssen. Um einen späteren Ausbau mit Glasfaser zu erleichtern, werden Leerrohre verlegt.

Zudem entsteht ein neuer Radweg entlang der Kreisstraße in Richtung Melbach. Nicht realisiert werden könne im ersten Schritt die direkte Zuwegung zur Kreisstraße K 172. Um dies dennoch langfristig zu ermöglichen, soll ein entsprechender Bauplatz freigehalten werden.

Leicht steigende Baulandpreise

Bezüglich der Baulandpreise bereitet die Verwaltung eine Beschlussvorlage für die Gemeindegremien vor, durch die der Preis der Grundstücke nach mehr als 20 Jahren etwas steigen soll. Trotz dieser Steigerung geht man im Rathaus davon aus, viele Interessenten für die Grundstücke zu finden.

Bei den 300 Bewerbungen handele es sich um pauschale Bewerbungen um einen Wohnbauplatz. Die meisten stammten aus Wölfersheim, gefolgt von den umliegenden Gemeinden wie Echzell, Reichelsheim, Friedberg oder Bad Nauheim. Aber auch aus Frankfurt, Bad Homburg und Karlsruhe würden Bewerbungen vorliegen.

Für die Vergabe des Bauplatzes gibt es einheitliche Bewerbungsformulare, die bereits grundlegende Daten abfragen. Die Vergabe erfolgt anhand einer Punktzahl. Wie diese Punkte vergeben werden, soll von der Gemeindevertretung ebenfalls neu beschlossen werden. Dabei sollen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden.

Vermarktung ab Sommer

»Wir wollen kein Baugebiet mit reinen Luxusvillen, riesigen Grundstücken und hohen Grundstückspreisen. Wir wollen gleichermaßen Wohnraum für junge Familien und Senioren und auch für Menschen, die sich kein Eigenheim leisten können. Deshalb sollen auch Mehrfamilienhäuser entstehen, und es sind Flächen für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen«, unterstreicht Bürgermeister Eike See.

Realistisch sei es, dass im Sommer mit der Vermarktung der Grundstücke begonnen werden kann. Aufgrund der hohen Nachfrage arbeite die Gemeinde zudem an einer Erweiterung des Baugebietes »In der Bitz« in Wohnbach.

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