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Der vierte Bauabschnitt der »Füllgesgärten« wird erschlossen. Über die Grundstückspreise wird letztlich die Gemeindevertretung nach der Sommerpause entscheiden.

300 Bewerber aus der Region

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Wölfersheim (pm). »Wölfersheim ist als Wohnort gefragt. 2012 wurde das Södeler Baugebiet »Füllgesgärten« zuletzt erweitert. 80 Familien konnte der Wunsch nach Raum für die eigenen vier Wände erfüllt werden. Doch die Nachfrage nach Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet steigt weiter«, berichtet die Gemeinde Wölfersheim in einer Pressemitteilung. Im März fand der erste Spatenstich für die Erschließung des vierten Abschnitts im Baugebiet »Füllgesgärten« statt.

Die Arbeiten am Kanal können in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Über die Vergaberichtlinien und Grundstückspreise werden die Gremien nach den Sommerferien beraten.

Angrenzend an die Landstraße wird ein vierter Bauabschnitt entstehen. Insgesamt sind dort 40 weitere Grundstücke und rund 8000 Quadratmeter für Mehrfamilienhäuser geplant. »Bis man sich auf die Grundstücke konkret bewerben kann, ist allerdings noch etwas Arbeit notwendig«, heißt es vonseiten der Gemeinde.

Im vergangenen Jahr waren Bagger auf dem Gelände - wegen archäologischer Untersuchungen. Diese sind neben anderen fachlichen Betrachtungen (wie naturschutzrechtlichen Beiträgen) notwendig, um das Gelände zu entwickeln. Nachdem zum Ende des Jahres der Bebauungsplan beschlossen wurde, konnten die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben werden.

Im März starteten die Bauarbeiten. Der Kanal wird nach Angaben der Gemeinde in den nächsten zwei Wochen fertig verlegt. In der nächsten Woche soll der Ausbau des Leitungsnetzes für Trinkwasser beginnen. Die Gasleitung wurde bereits auf einem Teilstück von rund 120 Metern verlegt. Wie der im Rathaus für die Tiefbauarbeiten zuständige Fachbereichsleiter Christopher Ahlemeyer berichtet, verlaufen die Tiefbauarbeiten ohne Probleme. Sie würden allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Nachdem die Kosten für die Erschließung des Geländes bekannt sind, hat die Verwaltung gemeinsam mit Fachfirmen damit begonnen, die Preise für die Bauplätze zu kalkulieren. Diese Preise sollen in eine Beschlussvorlage einfließen, die dann in den Gemeindegremien beraten wird. Nach mehr als 20 Jahren sollen die Grundstückspreise erstmals steigen, heißt es aus dem Rathaus. Trotz dieser Steigerung geht man dort davon aus, viele Interessenten für die Grundstücke zu finden. Die meisten der mehr als 300 vorliegenden Bewerbungen stammten aus Wölfersheim, gefolgt von den umliegenden Gemeinden wie Echzell, Reichelsheim, Friedberg oder Bad Nauheim. Aber auch aus Frankfurt, Bad Homburg und Karlsruhe würden Bewerbungen vorliegen.

Für die Vergabe des Bauplatzes gibt es einheitliche Bewerbungsformulare, die grundlegende Daten abfragen. Die Vergabe erfolgt anhand einer Punktzahl. Wie diese Punkte vergeben werden, soll von der Gemeindevertretung ebenfalls neu beschlossen werden. Dabei sollen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. »Wir wollen gleichermaßen Wohnraum für junge Familien und Senioren und auch für Menschen, die sich kein Eigenheim leisten können. Deshalb sollen auch Mehrfamilienhäuser entstehen, und es sind Flächen für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen«, sagt Bürgermeister Eike See. Über die Vergaberichtlinien wird die Gemeindevertretung final entscheiden.

Vermarktung ab Herbst

Derzeit wird ein Entwurf der Vergaberichtlinien von der Verwaltung vorbereitet und mit verschiedenen Fachleuten abgestimmt. Erst wenn Vergaberichtlinien und Grundstückspreise feststehen, kann mit der Vermarktung begonnen werden. Als realistisch sieht man hierbei im Rathaus den späten Sommer oder Herbst an.

Aufgrund der hohen Nachfrage arbeitet die Gemeinde zudem an einer Erweiterung des Baugebietes »In der Bitz« in Wohnbach. Hier sollen auf einem an das Baugebiet angrenzenden Streifen Bauplätze entstehen. Bis diese Bauplätze veräußert werden können, wird es aber noch etwas dauern. Die entsprechenden Beteiligungsverfahren stehen noch ganz am Anfang.

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