Die Wetterauer Polizei hatte mehr als ein Dutzend junge Menschen in Büdingen bei einer illegalen Feier erwischt. (Symbolbild)
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Die Wetterauer Polizei hatte mehr als ein Dutzend junge Menschen in Büdingen bei einer illegalen Feier erwischt. (Symbolbild)

Erstes Wochenende mit Ausgangssperre

Polizei löst illegale Party in der Wetterau auf

  • Christoph Agel
    VonChristoph Agel
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Das erste Wochenende mit Ausgangssperre blieb für die Wetterauer Polizei weitestgehend ruhig. Nur eine illegale Party stach heraus – und es war nicht die erste ihrer Art.

Wetteraukreis – Wie lief das erste Wochenende mit der bundesweiten Ausgangssperre für die Wetterauer Polizei? Es stach nicht heraus, wie Tobias Kremp, Pressesprecher der Wetterauer Polizei, am Montag (26.04.2021) mitteilte. Im gesamten Gebiet, für das das Polizeipräsidium Mittelhessen zuständig ist - also inklusive Wetterau - habe es am Samstag (24.04.2021) und am Sonntag (25.04.2021) insgesamt 24 Einsätze im Zusammenhang mit den Corona-Einschränkungen gegeben. Ein Großteil davon habe die Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf betroffen. Viele Bürger hätten sich bei der Polizei aber nach den Regeln erkundigt.

Ein größerer Vorfall in der Wetterau wurde jedoch registriert: Wegen einer Party in einer landwirtschaftlichen Halle wurde die Polizei um kurz nach 0 Uhr in der Nacht auf Sonntag nach Büdingen gerufen. Laut Polizeisprecher feierten dort 16 Menschen zwischen 19 und 27 Jahren. Die Polizei habe die Identitäten festgestellt, Platzverweise erteilt und überwacht, dass diese auch eingehalten werden, Widerstand habe es nicht gegeben.

Wetteraukreis: Illegale Party in Bad Vilbel vor Ausgangssperre

Gleiches gelte für eine weiter zurück liegende Party in der Wetterau: In der Nacht auf den 16. April - also noch vor der bundesweiten Ausgangssperre - wurde gegen 1.30 Uhr eine Party auf einem Gartengrundstück in Bad Vilbel aufgelöst. Die Streife hatte dort zehn junge Erwachsene aus unterschiedlichen Hausständen erwischt - ohne Masken und Mindestabstand. Die Personalien wurden festgestellt, Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und Platzverweise erteilt.

Aber was kann die Polizei eigentlich tun, wenn sie zu einer Wohnung gerufen wird, in der (angeblich) gegen Corona-Auflagen verstoßen wird? „Darauf kann ich keine pauschale Antwort geben“, sagte Kremp. Es sei eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Er verwies darauf, dass die polizeiliche Kontrolle der Wohnung nach wie vor schwierig sei - auch wenn es jetzt im privaten Bereich klare Regeln gebe. Die Unverletzlichkeit der Wohnung sei ein hohes Grundrecht. Deshalb müsse die Polizei im Einzelfall entscheiden, wie sie vorgehe. Es sei ein Unterschied, ob eine Party gefeiert werde oder ob drei Besucher auf der Couch sitzen.

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