Landrat Jan Weckler verabschiedet die 34 Feuerwehrleute aus dem Wetteraukreis zu ihrem Einsatz in Nordrhein-Westfalen.
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Landrat Jan Weckler verabschiedet die 34 Feuerwehrleute aus dem Wetteraukreis zu ihrem Einsatz in Nordrhein-Westfalen.

Rettungseinsatz

Hochwasser-Katastrophe: Wetterauer Feuerwehrleute auf dem Weg nach NRW

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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Aus ganz Deutschland eilen Rettungskräfte in die Hochwasser-Katastrophengebiete im Westen. Auch die Wetterau sendet Helfer aus.

Friedberg/Köln – Hessen reagiert auf den Hilferuf aus Köln: Nach der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben sich mehr als 500 Rettungskräfte des hessischen Katastrophenschutzes und der Feuerwehr auf den Weg in die Krisengebiete gemacht. Unter den Helfern befinden sich auch 34 Feuerwehrleute aus der Wetterau, wie der Kreis am heutigen Donnerstag (15.07.2021) mitteilte. Auf sie wartet ein kräftezehrender Einsatz im Regierungsbezirk Köln, der rund eine Woche dauern soll.

Nach tagelangen heftigen Regenfällen verwüsteten Überschwemmungen jüngst ganze Landstriche in NRW und Rheinland-Pfalz. Bislang 42 bestätigte Todesfälle gibt es bislang, viele Menschen gelten als vermisst. Das Land Hessen versetzte seine Rettungskräfte deshalb am Vormittag in Alarmbereitschaft, im Wetteraukreis seien sofort erste Vorkehrungen getroffenen worden, teilte Kreis-Brandinspektor Lars Henrich mit. Die Helferinnen und Helfer habe man „sehr schnell“ gewinnen können.

Wetterauer helfen nach Hochwasser-Katastrophe in NRW

Die Lage vor Ort ist auch Stunden nach dem Katastrophenfall noch unübersichtlich. Ihren genauen Einsatzort im Regierungsbezirk Köln kennen die Wetterauer Rettungskräfte noch nicht. Sie haben auch materielle Unterstützung für die Hochwasser-Gebiete im Gepäck, darunter unter anderem ein Löschzug, Gerätewagen und ein Krankentransporter. In der Großstadt selbst hat der Rhein einen Pegelstand von mehr als sieben Metern erreicht, im Kölner Umland herrscht teils Chaos, 20 Menschen starben dort bislang.

Landrat Jan Weckler dankte den Truppen für ihre Ad-hoc-Bereitschaft: „Heute Morgen hatten Sie noch ganz andere Pläne für den Tag und die Woche. Dann kam der Einsatzbefehl und innerhalb weniger Stunden waren Sie bereit dort zu helfen, wo man Sie braucht“, lobte er. Angesichts des Todes mehrere Feuerwehrleute in den Hochwasserregionen gab er den Wetterauer Helfer jedoch auch eine Bitte mit auf den Weg: „Kommen Sie gesund zurück!“ (red/ag)

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