Auch eine anfangs kleine Flamme kann großen Schaden anrichten: Die Wetterauer Polizei ermittelt deshalb gegen vier junge Leute, bei denen es sich um Brandstifter handeln könnte. (Symbolbild)
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Auch eine anfangs kleine Flamme kann großen Schaden anrichten: Die Wetterauer Polizei ermittelt deshalb gegen vier junge Leute, bei denen es sich um Brandstifter handeln könnte. (Symbolbild)

Polizeibericht

Wetterau: 23-Jährige legen mindestens 17 Brände – Schaden ist riesig

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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Ermittlungserfolg nach einer Brandserie in der Wetterau und im Main-Kinzig-Kreis. Die Polizei hat vier Verdächtige geschnappt. Der Schaden, den sie verursacht haben sollen, ist riesig.

Friedberg/Hanau – Die Polizei ermittelt gegen vier mutmaßliche Brandstifter. Die jungen Leute stehen im Verdacht, im August 2021 mehrfach Feuer in der Wetterau und im Main-Kinzig-Kreis gelegt zu haben. Ziel waren unter anderem Hecken, Holzstapel, Felder und Autos. Verletzt wurde niemand, der Gesamtschaden soll jedoch im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen.

Bei den Haupttatverdächtigen handelt es sich um einen 23-Jährigen aus der Wetterau sowie einen 23-Jährigen aus dem Main-Kinzig-Kreis. Noch ist nicht abschließend geklärt, wie und ob eine 19-Jährige und eine 20-Jährige mit den Brandstiftungen in Verbindung stehen. Zum Motiv der Gruppe konnten die Sicherheitsbehörden zunächst keine Angaben machen.

Wetterau und Main-Kinzig-Kreis: Mutmaßliche Brandstifter auf frischer Tat ertappt

Nach einer Brandserie im August hatten sich wiederholt Hinweise auf Brandstiftung ergeben. Im Zuge dessen habe es „umfangreiche Ermittlungen“ gegeben, so ein Wetterauer Polizeisprecher. Details wollte dieser aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten. Nur so viel: Die Kollegen hätten die vier Verdächtigen am Freitag vor zweieinhalb Wochen (03.09.2021) auf frischer Tat ertappt und vorübergehend festgenommen. Damals brannte im Limeshainer Ortsteil Himbach ein Audi A6.

Die beiden jungen Männer räumten laut Polizei ein, in 17 Fällen Feuer gelegt zu haben. Gebrannt haben sollen Hecken, Holzstapel, Felder und Fahrzeuge. Die Tatorte befanden sich überwiegend in der Umgebung von Friedberg, waren aber auch im Main-Kinzig-Kreis zu finden. Ob es noch weitere Brandstiftungen gab und wie die jungen Frauen in die Fälle verwickelt waren, ist noch unklar. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam das Quartett wieder auf freien Fuß. Ein Haftgrund soll nicht vorgelegen haben.

Wetterau und Main-Kinzig-Kreis: Nach Auto-Brand in U-Haft

Ein solcher Haftgrund ergab sich nun aber doch noch gegen einen der mutmaßlichen Brandstifter. Der 23-jährige Wetterauer geriet am Mittwoch (15.09.2021) dringend unter Verdacht, für den Brand eines Range Rovers in Ockstadt verantwortlich zu sein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen ordnete ein Richter eine Untersuchungshaft an. Der Grund: Wiederholungsgefahr. Die Ermittlungen zu den weiteren Fällen laufen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Friedberg unter 06031/601-0 entgegen. (ag)

Schlagzeilen machte zuletzt auch ein Fall von Brandstiftung aus Florstadt (Wetterau). Dort soll ein 37-Jähriger sein Haus angezündet haben, weil er Schulden hatte, wie wetterauer-zeitung.de* berichtete. *wetterauer-zeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.DIGITAL.

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