Das Landeskriminalamt warnt vor Betrügern, die die Corona-Krise über das Internet ausnutzen.
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Dem Landeskriminalamt Hessen ist ein Schlag gegen sexuelle Gewalt an Kindern gelungen, auch in der Wetterau wurden Wohnungen durchsucht.

„BAO FOKUS“

Wetterau: Gewalt gegen Kinder - Wohnungen von zwei Männern durchsucht

  • Christoph Agel
    vonChristoph Agel
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In der vergangenen Woche ist dem hessischen Landeskriminalamt ein Schlag gegen sexuelle Gewalt an Kindern gelungen - auch in der Wetterau gab es Durchsuchungen.

  • Der Polizei ist in Hessen ein Schlag gegen sexuelle Gewalt an Kindern gelungen.
  • Die „BAO FOKUS“ hat dabei die Wohnungen von 33 Verdächtigen durchsucht.
  • Auch die Wohnungen zweier Männer aus der Wetterau wurden durchsucht.

Wetteraukreis - Der Polizei ist ein Schlag gegen sexuelle Gewalt an Kindern gelungen: Wie das Landeskriminalamt mitteilt, haben in Hessen insgesamt 32 Männer und eine Frau in der vergangenen Woche unangekündigten Polizeibesuch bekommen. Ihnen werden Erwerb und Besitz von Kinder- und Jugendpornografie oder sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen.

Wie das LKA in Wiesbaden auf Nachfrage der WZ mitteilte, gab es auch Durchsuchungen in der Wetterau - bei zwei Männern im Alter von 18 und 45 Jahren. Weitere Angaben zu den Wetterauer Fällen - etwa zum Wohnort oder zum genauen Umfang der Vorwürfe - wollte das LKA mit Verweis auf das noch laufende Ermittlungsverfahren nicht machen. 

Gewalt an Kindern: „BAO FOKUS“ durchsucht 33 Wohnungen von Verdächtigen

Hessenweit waren insgesamt 157 Polizeibeamte der »BAO FOKUS« an fünf Tagen im Einsatz, um die Wohnungen von 33 Beschuldigten zu durchsuchen. Neben 19 Computern wurden 23 Laptops, 22 Mobiltelefone, 42 Smartphones und weitere Datenträger - darunter 49 Festplatten, 30 USB-Sticks sowie über 500 CDs und DVDs - sichergestellt. Die »BAO FOKUS« nahm im Oktober 2020 ihre Arbeit auf. Seither arbeiten die Ermittler in den Regionalabschnitten der Polizeipräsidien mit. Bereits im November und im Dezember fanden bei Schwerpunktmaßnahmen insgesamt 75 Wohnungsdurchsuchungen statt.

Polizeidirektor Markus Sabais, Leiter der »BAO FOKUS«, erläutert: »Die Bandbreite dessen, was wir vor Ort vorfinden, ist groß: Ein Beschuldigter war gerade dabei, auf einer Plattform im Darknet kinderpornografische Videos hoch zu laden, als die Kollegen eintrafen. In einem anderen Fall stand ein Beschuldigter vor uns, der beteuerte, mit Kinderpornografie nichts zu tun zu haben. Letztlich stellte sich im Laufe der Ermittlungen heraus, dass sein damaliger Mitbewohner der von der Polizei Gesuchte ist. Die beiden hatten sich einen Internetanschluss geteilt. Gegen den ehemaligen Mitbewohner wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.«

Gewalt an Kindern: „BAO FOKUS“ im Hessischen Landeskriminalamt angesiedelt

Die »BAO FOKUS« (Besondere Aufbauorganisation für fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Kindern) ist organisatorisch im Hessischen Landeskriminalamt angesiedelt. In den Regionalabschnitten der Polizeipräsidien arbeiten Dutzende Kriminalbeamte mit IT-Experten Hand in Hand. Gemeinsam werden die sichergestellten Speichermedien untersucht, müssen Fotos und Videos von Missbräuchen gesichtet und kriminalistisch bewertet werden. »Das ist nicht nur eine emotional hoch belastende Tätigkeit für die Kolleginnen und Kollegen, sondern auch aufwendig«, sagt Markus Sabais. »Eine akribische Arbeit, in die wir gerne Zeit investieren, wenn wir dadurch weitere Missbrauchstaten verhindern und bereits begangene Straftaten aufklären können.«​ (agl/pob)

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