Die Sirenen werden am bundesweiten Warntag, am Donnerstag, auch in der Wetterau zu hören sein.
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Die Sirenen werden am bundesweiten Warntag, am Donnerstag, auch in der Wetterau zu hören sein.

Warntag

Sirene in Friedberg, Bad Nauheim und Co teilweise nicht zu hören - Feuerwehr äußert sich

  • vonMarion Müller
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Heute, am 10.9.2020 (Donnerstag), gegen 11 Uhr heulten die Sirenen in der Wetterau. Es ist Teil des ersten bundesweiten Warntags seit Jahrzehnten. Doch nicht überall war der Alarm zu hören.

  • Sirenen heulen heute in Bad Nauheim, Friedberg und anderen Gemeinden im Wetteraukreis
  • Warntag 2020: Erste Alarm-Aktion dieser Art seit 30 Jahren
  • Katastrophenschutz Gießen erklärt, was im Ernstfall bei Alarm zu tun ist
  • Sirenen an mehreren Orten in der Wetterau nicht zu hören

Update, 10.09.20, 17.31 Uhr: Um 11 Uhr heulten die Sirenen in der Wetterau als Teil des bundesweiten Warntags 2020. Doch nicht überall war die Test-Warnung zu hören. Deutschlandweit gab es offenbar Probleme mit der Warnapp „NINA“. Auch in der Wetterau war etwa in Bad Nauheim oder in Karben nichts zu hören. In der Wetterau hatte es aber noch einen anderen Grund, warum nicht überall Sirenen zu hören waren.

Die Feuerwehr Karben hat auf Facebook dazu veröffentlicht: „Am bundesweiten Warntag werden die Sirenen in Karben nicht(!) ausgelöst. Diese sind gegenwärtig noch nicht an eine zentrale Steuerung angeschlossen und daher kein Teil des Probealarms. Zudem findet aktuell ein Umbau der Sirenen statt, so dass diese in Zukunft auch im Falle einer Notsituation zentral von einer Leitstelle ausgelöst werden können.“

Sirenen-Alarm in Bad Nauheim (Wetterau) heute: Was ist im Ernstfall zu tun?

Erstmeldung, 10.09.20, 10.06 Uhr: Heute, am 10.9.2020 (Donnerstag), um 11 Uhr wird es laut in der Wetterau: Für eine Minute werden Sirenen heulen. Die Probealarmierung ist Teil eines bundesweiten Warntags: Überall in Deutschland werden die Funktionalität von Sirenen sowie die Warnung über Rundfunk, Fernsehen und Warn-Apps getestet. Auch etwa die WarnApp "hessenWARN“ soll um 10.30 Uhr also anschlagen. Ausgelöst wird sie vom Hessischen Innenministerium.

Ziel dieser Probe ist es, für die Warnung der Bevölkerung zu sensibilisieren. Beim Katastrophenschutz des Landkreises Gießen wird die Bedeutung des einminütigen Sirenentons erklärt. Demnach würde die Warnung im Ernstfall bedeuten: „Es besteht eine Gefahr für Sie in Ihrer Region. Schalten Sie Rundfunk- und Fernsehgeräte ein und informieren Sie sich dort, über das Ereignis und die Hinweise der Behörden. Informieren Sie auch Ihre Familienangehörigen. Rufen Sie keinesfalls die Notrufe 110 oder 112 an, um Informationen zu erhalten.“

Der Warntag soll aber auch die Funktion und den Ablauf der Warnung besser verständlich machen und auf die verfügbaren Warnmittel, wie zum Beispiel Sirenen, Warn-Apps oder digitale Werbeflächen aufmerksam machen.

Sirenen-Alarm in Friedberg (Wetterau) heute: Im kleineren Rahmen nicht ungewöhnlich

Warum der Aufwand am bundesweiten Warntag? „Es hat sich gezeigt, dass Menschen in Krisensituationen vor allem auf Bekanntes und bereits Erlerntes zurückgreifen“, sagt Christoph Unger, Präsident des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Deshalb sei es sinnvoll, so etwas einzuüben. In kleinerem Rahmen sind Probealarme ja auch nichts Unbekanntes.

Sirenen-Alarm in Bad Vilbel (Wetterau) heute: Heulen als Teil eines komplexen Warnsystems

Die Sirenen im Wetteraukreis können derzeit noch nicht mit dem Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst werden, einem einminütiger Heulton, der auf- und abschwellen wird. Dieser Ton weist auf eine unmittelbare Gefahr hin. Stattdessen wird die Leitstelle des Wetteraukreises um 11.05 Uhr das Signal „Feueralarm“ auslösen - ein einminütiger Dauerton, der zweimal unterbrochen ist.

Es geht bei den Sirenensignalen vor allem darum, dass die Bürger durch den Heulton der Sirenen auf eine besondere Situation aufmerksam gemacht werden und vor allem auch aus dem Schlaf geweckt werden, wenn Radio, Fernsehen und das Handy aus sind. Die Art der Gefahr wird aus dem Heulen der Sirenen allerdings nicht klar. Das zusätzliche komplexe Warnsystem aus Rundfunk, Lautsprecheransagen, Warn-Apps und Co. gibt dann im Ernstfall konkrete Informationen zur Notlage und Hinweise, was Sie zu Ihrem Schutz tun können. 

Um 11.55 Uhr erfolgt dann die „stille“ Entwarnung auf „hessenWARN“.

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