Die Straße ist kein rechtsfreier Raum, betont die Polizei. Auch hier gelten die Maßnahmen gegen das Virus.
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Die Straße ist kein rechtsfreier Raum, betont die Polizei. Auch hier gelten die Maßnahmen gegen das Virus.

Corona-Verstoß

Wetterau: Corona-Verstoß auf A45 - Polizeieinsatz auf der Autobahn

Ein 31-Jähriger aus Serbien gar vor, sechs Bekannte zu transportieren. Ihre Namen konnte der Mann aber nicht nennen.

Friedberg (pob) - Die Straßen sind kein rechtsfreier Raum - das ist einem 31-Jährigen am Samstag (16. Mai) wohl klar geworden. Gegen 22 Uhr wurde eine Streife der Autobahnpolizei Mittelhessen auf ihn und seinen Kleinbus aufmerksam, weil dieser mit einem kaputten Scheinwerfer fuhr. Der Fahrer war auf der A45 in Richtung Hanau unterwegs - dort signalisierten ihm die Beamten, ihrem Streifenwagen zu folgen.

Auf dem Rastplatz "Hohe Berg" kontrollierten sie den Mann und seinen in Österreich zugelassenen Ford Transit. Neben dem 31-Jährigen, der aus Serbien stammt, befanden sich noch sechs weitere Personen im Wagen. 

Corona-Verstoß in der Wetterau: Fahrer und Insassen haben keinen Wohnsitz in Deutschland 

Schnell stellte sich heraus, dass der 31-Jährige gerade eine gewerbliche Personenbeförderung durchführte, für welche er keinerlei vorgeschriebene Dokumente vorzeigen konnte. Der Versuch, den Ordnungshütern klarzumachen, dass es sich bei den Insassen um seine Bekannten handeln würde, musste er schließlich aufgeben. Er kannte nicht einen ihrer Namen. 

Da der 31-Jährige im Verdacht steht, einen Verstoß gegen das Personenbeförderungsgesetz begangen zu haben und zudem keinen Wohnsitz in Deutschland besitzt, behielten die Polizisten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro ein. Den aus Bulgarien und Serbien stammenden Fahrgästen eröffneten die Beamten den Tatvorwurf des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. 

Corona-Verstoß in der Wetterau: Bis zu 500 Euro Strafe

Da von diesen ebenfalls niemand über einen festen Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik verfügte, war auch hier die Erhebung von Sicherheitsleistungen in Höhe von jeweils 200 Euro notwendig.

Die Autobahnpolizisten begleiteten das Fahrzeug anschließend von der Autobahn in ein nahegelgenes Industriegebiet und untersagten die Weiterfahrt. Dort kümmerte sich der Fahrer um den weiteren Transport seiner "Bekannten".

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