Im Wetteraukreis ist die britische Mutante Typ B.1.1.7 wohl mittlerweile die vorherrschende Virus-Variante. (Symbolfoto)
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Im Wetteraukreis ist die britische Mutante Typ B.1.1.7 wohl mittlerweile die vorherrschende Virus-Variante. (Symbolfoto)

Corona-Pandemie

Wetterau: Britische Corona-Mutation „vorherrschende Virusform“ – Quarantäneregeln deshalb verschärft

  • Lena Karber
    vonLena Karber
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Im Wetteraukreis ist die britische Mutante Typ B.1.1.7 wohl mittlerweile die vorherrschende Virus-Variante. Das hat Folgen für die Quarantäneregeln.

Friedberg – Die Coronavirus-Mutationen verbreiten sich in Deutschland immer weitläufiger – auch im Wetteraukreis. Laut Angaben der Kreisverwaltung geht man im Gesundheitsamt davon aus, dass die britische Mutante mittlerweile sogar die „vorherrschende Virusform“ in der Wetterau ist.

Wetterau: Britische Mutation B.1.1.7 wohl vorherrschende Virusform

Erstmals war die britische Corona-Mutante Anfang Februar im Wetteraukreis Anfang Februar nachgewiesen worden: Am 8. Februar hatte der Landrat Jan Weckler (CDU) nach einer Sitzung des Krisenstabes mitgeteilt, dass bei Stichproben in zwei Altenheimen in Gedern und Wöllstadt  die britische Mutation B.1.1.7 festgestellt wurde. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Mutation bereits eine erhebliche Verbreitung gefunden hat“, sagte damals Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs. 

Nun hat sich die Mutante in der Wetterau wohl bereits so stark verbreitet, dass sie zur vorherrschenden Virusform geworden ist. Das ist gleich in mehrerlei Hinsicht ein Problem: Nachdem bereits publik war, dass die Mutation B.1.1.7 wohl deutlich ansteckender ist als die ursprüngliche Form des Coronavirus, haben Forschern der britischen Universität Exeter zuletzt eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die britische Mutation außerdem um 64 Prozent tödlicher sein soll.

Britische Mutation B.1.1.7 vorherrschend in der Wetterau: Folgen für die Quarantäneregeln

Auffallend ist laut Kreisverwaltung im Zusammenhang mit der Mutation zudem, dass die Dauer der Nachweisbarkeit des Virus auf der Schleimhaut zunimmt. Das hat nun offenbar Auswirkungen auf die Quarantäneregeln: Anders als bei der gewöhnlichen Virusvariante könne das Ende der Quarantäne nicht automatisch nach zwei Wochen ausgesprochen werden, heißt es in der Pressemitteilung des Wetteraukreises. Stattdessen müsse – da das Virus in Einzelfällen auch länger als 14 Tage nachweisbar sei – vor dem Ende der Quarantäne eine Freitestung erfolgen.

Diese verschärfte Quarantäneregel gilt nicht für alle Personen, bei denen der Verdacht auf eine Corona-Infektion vorliegt, sondern wird vom Gesundheitsamt des Gesundheitsamtes bei denjenigen angeordnet, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit einer Corona-Mutation vorliegt. Personen, bei denen eine verschärfte Quarantäne angeordnet wurde, werden nach der 14-tägigen Quarantänezeit abermals getestet. Nur wenn dieser abschließende Corona-Test negativ ausfällt, wird die Quarantänepflicht aufgehoben.

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