Der junge Hund liegt schlafend unter einem Weihnachtsbaum
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Der junge Hund liegt schlafend unter dem Weihnachtsbaum. Doch allein sollte man die beiden trotzdem nicht lassen. FOTO: PV

Expertentipps

Weihnachten mit Haustier: Plätzchen können sehr gefährlich für Hunde werden

Die Weihnachtsdeko kann für Haustiere nicht nur stressig, sondern auch gefährlich werden. Doch damit auch die Vierbeiner ihre Freude an Weihnachten haben, gibt es hier einige Tipps.

  • Der Alltag in der Vorweihnachtszeit birgt allerlei Stressquellen und Gefahren für Haustiere.
  • Gerade die Deko, aber auch manche Backzutaten machen den Vierbeinern zu schaffen.
  • Hier gibt es einige Tipps, wie Sie und ihre Haustiere die Adventszeit gut überstehen.

Unsere Haustiere spüren kleine Veränderungen, auch wenn Weihnachten dieses Jahr coronabedingt mit weniger Besuch abläuft. Duftkerzen verbreiten ungewohnte Gerüche, überall taucht mehr oder weniger interessante Deko auf, in der Küche wird mehr gekocht und gebacken. Tierischer Weihnachtsstress kommt auf, wenn der Kratzbaum oder das kuschelige Körbchen für den Christbaum temporär weichen müssen, und die eine oder andere Gefahr bringt diese eigentlich besinnliche Zeit für unsere Vierbeiner auch noch mit sich.

Weihnachts-Bäckerei: Birkenzucker ist für Hunde giftig

Unsere Weihnachtsplätzchen sind nicht nur von der Familie heiß begehrt, sondern auch Objekte hundlicher Begierde. Wenn sie dann noch verlockend in Reichweite des Vierbeiners auf einem dekorativen Teller stehen, landen sie schnell im tierischen Magen. Je nachdem, woraus sie gebacken wurden, ist das entweder nur ärgerlich oder sogar richtig gefährlich für den Hund. Um süße Verlockungen wie Kuchen und Kekse kalorienärmer zu gestalten, werden mitunter Zuckerersatzstoffe zum Backen verwendet. Einer davon ist der sogenannte Birkenzucker, auch unter der Bezeichnung Xylit bekannt. Allein auf der Rezeptplattform »Chefkoch.de« finden sich 41 Plätzchenrezepte mit diesem Zuckerersatzstoff. Xylit ist giftig für Hunde. Er kann über einen hohen Anstieg des Insulins und darauffolgend zu einem Abfall des Blutzuckers und Leberschäden bis zum Tod des vierbeinigen Diebs führen.

Wenn der Hund xylithaltige Lebensmittel gefressen hat, gilt es schnell Kontakt zum Tierarzt herzustellen, um gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. Wenn man sich schon zur Verwendung dieses Stoffes in der häuslichen Küche entscheidet, müssen die entstandenen Leckereien in einem Haushalt mit Hunden wie in einem Hochsicherheitstrakt gelagert werden. Für Katzen ist Xylit immerhin ungiftig.

Leider sind auch einige in der Vorweihnachtszeit beliebte Pflanzen wie Weihnachtssterne, Christrosen oder Mistelzweige giftig. Unsere felligen Familienmitglieder sollten sie deshalb besser nicht anknabbern und verspeisen. Es empfiehlt sich die Aufstellung an einem sicheren Platz.

Haustiere an Weihnachten: Baumschmuck als Spielzeug

Gerade für junge Tiere ist die neue Deko etwa in Form des Adventskranzes sehr spannend, insbesondere wenn dann noch eine Kerze flackert. Verbrennungen sind bei sehr neugierigen Tieren nicht ausgeschlossen. Verlockend ist auch der Weihnachtsbaum, essbarer Schmuck ist in einem Hundehaushalt ein No-Go. Junge Katzen und Hunde können großen Gefallen am Erbeuten der vielen baumelnden Objekte entwickeln. Mancher Rüde markiert auch hocherfreut den tollen Baum im Wohnzimmer, während die Stubentiger den Christbaum mit einem Kratzbaum verwechseln. Ein freudig vorbeistürmender Hund wirft einen Weihnachtsbaum locker um, was bei mir schon zu einer eher unschönen Bescherung mit viel Glasbruch geführt hat.

Deshalb platziert man die kostbare Tanne besser gut gesichert in einer Ecke und lässt Hund und Baum lieber nicht alleine. Auch der begeistert wedelnde Hundeschwanz befördert tief hängende Christbaumkugeln schnell zu Boden. Manche vierbeinigen Spezialisten vernaschen dann noch schnell und ungerührt die Splitter, damit es dem Besitzer und dem Tierarzt über die Feiertage nicht langweilig wird.

Weihnachtsplätzchen für Vierbeiner: Ein Rezept für Hundekekse

Bekömmlicher für den Hund ist es dann sicher, wenn wir auch für ihn ein paar Weihnachtsplätzchen backen. Die Rezeptur ist denkbar einfach: 100 Gramm Rinderhack mit etwas Leberwurst, einem Ei, Haferflocken, etwas Mehl und einem Schuss Sonnenblumenöl zu einem glatten Teig kneten. Den Teig in kleinen Portionen auf Backpapier verteilen und bei 180 Grad eine halbe Stunde backen. Für den Erhalt des Familienfriedens backt man vielleicht besser zuerst die Plätzchen für die Zweibeiner. (Cornelia Renczes/red)

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