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Die Kerbeburschen planen seit Monaten die Gronauer Kerb. Diese noch einmal ausfallen zu lassen, hätte wehgetan, erzählen sie.

Vorfreude bei den Kerbeburschen

Die Bad Vilbeler Sommertage und der Quellensommer zeigen, dass die Vilbeler nicht auf alle traditionellen Veranstaltungen komplett verzichten müssen. Nun reiht sich hier ein weiteres Event ein: Auch die Gronauer Zeltkerb soll am letzten Augustwochenende stattfinden - wenn auch ohne Zelt.

Die Gronauer Zeltkerb wird vom 27. bis zum 29. August stattfinden, obwohl das »Zelt« gestrichen werden muss. Die Gronauer Kerbeburschen bestehen aus 23 Mann und haben sich zum Ziel gesetzt, dass ihre berühmte Kerb nicht noch einmal ausfällt: »So spontan war die Idee eigentlich nicht. Uns war klar, dass wir etwas machen müssen, denn die Kerb zweimal ausfallen zu lassen, würde jedem Gronauer wehtun«, so Kerbebursch Janis Ahäuser.

»Das ist bei den Planungen natürlich ein Blick in die Glaskugel. Aber eigentlich sind wir auf alle Szenarien gut vorbereitet«, meint sein Vereinskollege Philipp Messer. Nach dem Lockdown im März haben sich die Kerbeburschen wieder getroffen und mit einem Cocktail-Bringdienst die Gronauer erfreut.

Hoffen auf gutes Wetter

»In diesem Jahr haben wir auch zum ersten Mal keine neuen Kerbeburschen aufgenommen. Wir haben uns am Anfang nur digital getroffen und fanden das irgendwie unpassend für Neue, um einzusteigen«, so Ahäuser. Nächstes Jahr wolle man das nachholen.

Doch auch digital konnten erste Ideen für die anstehende Kerb gesammelt werden. »Anfang Juni konnten wir uns endlich wieder persönlich sehen und dann hat sich abgezeichnet, dass wir planen können.« Dafür haben sich die 23 Jungs viel Mühe gegeben. Mehr als 14 Seiten hat das Hygienekonzept, das die Kerbeburschen mit der Stadt erstellt haben. »Dann konnten wir richtig in die Planungen einsteigen. Wir treffen uns jetzt fünfmal pro Woche und üben unser Programm.«

500 Personen wollen die Gronauer auf das Kerbgelände lassen, mehr seien zu viel des Guten, haben sie sich überlegt, denn die Sicherheit aller steht im Vordergrund. Wenn auch der Platz auf der großen Wiese da wäre, um mehr Menschen auf das Gelände zu lassen. »Es ist natürlich keine Tanzveranstaltung und es ist freie Platzwahl«, erklärt Kerbebursch Lukas Worel. »Andere Vereine unterstützen uns, dafür sind wir sehr dankbar. Zeiten in der Breitwiesenhalle wurden uns für unsere Übungen frei gemacht.«

Das Programm soll sich nicht zu stark von der traditionellen Gronauer Zeltkerb unterscheiden. Am Freitag, 27. August, ist ab 17 Uhr Einlass für alle, die eine Karte ergattern konnten, geimpft, genesen oder getestet sind. Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr (CDU) und Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (CDU) eröffnen um 19.30 Uhr, danach sorgt »Eine Band namens Wanda« für Musik. Um 21.30 legen die Kerbeburschen mit ihrem Programm los. »Wir zeigen in unserem Programm am Freitag einen Rückblick auf die vergangenen Kerbjahre«, erzält Janis Ahäuser.

Am Samstag beginnt die Band erneut um 20 Uhr und die Kerbeburschen haben ein Überraschungsprogramm geplant: »Da verraten wir noch nicht zu viel«, erzählen die Jungs und lachen. Sonntags folgt um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst und um 14 Uhr fährt der Biertraktor wie gewohnt durch den Ort.

»Wir möchten uns auch bei der Stadt Bad Vilbel bedanken, wir wurden wirklich großartig unterstützt«, meint Lukas Worel. Trotz ständiger Ungewissheit und Absagen sei der ganze Kerbeburschenverein hoch motiviert: »Alle sind total heiß darauf, dass es endlich wieder los geht.« Jetzt hoffen die Jungs noch auf gutes Wetter. Denn das Zelt bedeutet nicht nur Tradition, sondern auch Schutz vor Regen. Da dieses in diesem Jahr fehlt, müssen sich die Kerbeburschen auf ihr Karma verlassen. Die Sorge wegen des Wetters trübt aber keinesfalls die Vorfreude auf die 55. Gronauer Kerb.

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