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Entscheiden, Planen, Umsetzen und kommunizieren: Das sind die wichtigsten Schritte in der Krise. Erster Stadtrat Peter Krank (l.) und Fachbereichsleiter Gesundheit, Sport und Kultur Jochen Mörler stellen die Kulturplanung 2021 vor.

Programm steht

Bad Nauheim: Pläne für Veranstaltungen 2021

  • vonHanna von Prosch
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Die Stadt sei gerüstet, sofort vom Standby in den Aktiv-Modus umzuspringen, sagt der erste Stadtrat Peter Krank. Bei der Veranstaltungs-Planung spielt die Luca-App eine wichtige Rolle.

System hochfahren, System runterfahren wie 2020 - so soll es in diesem Jahr mit den Veranstaltungen in Bad Nauheim nicht weitergehen. Erster Stadtrat Peter Krank und Fachbereichsleiter Jochen Mörler wollen Perspektive geben und haben durchgeplant. Die Luca-App spielt dabei eine wichtige Rolle.

Pläne für Veranstaltungen in Bad Nauheim: Jugendstilfestival und Weihnachtsmarkt

Das Corona-Jahr hat die Verantwortlichen in Bad Nauheim in Sachen Kultur vor ziemliche Herausforderungen gestellt: »Das ständige An- und Absagen oder Verschieben von Veranstaltungen war Zeitaufwand mit enormen Frustpotenzial«, fasst Erster Stadtrat Peter Krank die Situation 2020 zusammen. Mehr Geschwindigkeit und Professionalität seien notwendig. Die Luca-App, die er schon auf seinem Smartphone hat, würde sowohl der Kultur als auch der Gastronomie wieder ein normaleres Leben bescheren. Für die Kontaktnachverfolgung wäre sie von großem Wert. Immerhin hat die Landesregierung signalisiert, kurzfristig eine landesweit einheitliche Regelung zu treffen, der sich dann alle hessischen Gesundheitsämter anschließen sollen. »Da bleiben wir dran«, versichert Krank. Die Zettelwirtschaft vom vergangenen Jahr könne man doch nicht im Ernst fortführen. Für die aktuelle Kulturplanung bedeutet das mehr Flexibilität und Sicherheit für Besucher und Veranstalter. Denn die Stadt möchte sowohl das Jugendstilfestival in der Trinkkuranlage durchführen als auch den Weihnachtsmarkt auf den Rosengarten und um die Dankeskirche herum erweitern.

Stand-By-Modus in Bad Nauheim: Zweigleisige Pläne für Elvis-Festival

Für das Elvis-Festival planen sie gerade zweigleisig. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Besucherströme bewusst entzerrt. Ein Erfolg war es trotzdem. Je nach Lage könnte es diesmal wieder ein großes Fest geben.

Auch die kulturellen Reihen liegen fest, wenn auch noch keine verbindlichen Zusagen an die Künstler gemacht wurden. Die Abonnenten wurden alle im Vorfeld informiert. Ein Programmheft gibt es nicht. Aber das Programm ist durchgeplant und steht auf der städtischen Homepage samt aktueller Änderungen zur Verfügung. Ob und welche Termine im April bestehen bleiben, ist noch offen. »Wir müssen uns an die Vorgaben des Landes und Bundes halten«, betont Krank. Doch die Stadt sei gerüstet, sofort vom Standby in den Aktiv-Modus umzuspringen.

Mörler und Krank gehen davon aus, dass die Sommerreihe wieder stattfinden wird, denn die Konzertmuschel und das locker Ambiente hätten sich bewährt. Die Veranstaltungen waren fast alle ausverkauft. Für die Kammerkonzerte, die philosophische und geschichtliche Reihe, Kleinkunst und Kindertheater gibt es keine Alternative. »Onlineversionen sind für uns als Stadt keine Option. Es fehlt das gefühlte Erlebnis, der Austausch mit anderen. Dadurch entstehen Impulse. Wir betreiben schließlich kulturelle Bildungsarbeit bis weit in die Region«, meint Krank. Nur so könne man sich Nischenprodukte wie Philosophievorträge leisten, die stets großen Zuspruch fänden.

Bad Nauheim: Impuls für mehr Kulturarbeit im Freien

Im Rückblick habe die Corona Task Force im Rathaus, die seit Beginn der Pandemie fast täglich tagt, sehr gut funktioniert, sagt Mörler. »Jeder der Fachbereichsleiter hat seine Aufgabe und muss sie umsetzen. Kurze Entscheidungswege im Rathaus sind in der Krise wichtig.« Großes Lob sprechen beide dem Einzelhandel aus, der sowohl beim improvisierten Jugendstilfestival als auch zur Weihnachtszeit großartig mitgemacht hätte. Das zeige, welches Potenzial die Stadt noch habe. »Wir müssen der Realität ins Auge schauen und Konzepte mit Corona planen«, ist Mörler überzeugt. Und Krank denkt schon weiter: »Wir erreichen jetzt draußen viele Menschen, das kann ein Impuls für mehr Kulturarbeit im Freien sein.«

Das gesamte Programm ist zu finden unter www.bad-nauheim.de.

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