Feuerwerk gehört für viele zu Silvester dazu. Dieses Jahr darf, zumindest im öffentlichen Raum, keine Rakete gezündet werden. Auch Versammlungen sind nicht erlaubt. (Symbolbild)
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Feuerwerk gehört für viele zu Silvester dazu. Dieses Jahr darf, zumindest im öffentlichen Raum, keine Rakete gezündet werden. Auch Versammlungen sind nicht erlaubt. (Symbolbild)

Silvester im Lockdown

Silvester 2020 in der Wetterau: Was gilt bei Feuerwerk und Ausgangssperre?

  • vonKim Luisa Engel
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Das Leben der Wetterauer, öffentlich wie privat, ist schon lange durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt. Was ist an Silvester verboten? Was ist hinsichtlich Ausgangssperre und Feuerwerk erlaubt?

  • Die Ausgangssperre im Wetteraukreis gilt bis einschließlich 10. Januar 2021.
  • Ausnahmen galten zwar für die Weihnachtsfeiertage, jedoch nicht für Silvester.
  • Ein Feuerwerks-Verbot gilt in der Wetterau zumindest an öffentlichen Plätzen.

Wetterau - Die neue Allgemeinverfügung des Wetteraukreises, die als Maßnahme gegen die anhaltende Corona-Pandemie verfasst wurde, trat an Heiligabend um 18 Uhr in Kraft. Darin sind sowohl Regelungen zur Ausgangssperre und dem Alkoholverbot, als auch zum bevorstehenden Silvesterabend festgehalten. Demnach wird die nächtliche Ausgangssperre, die im gesamten Kreisgebiet von 21 bis 5 Uhr gilt, bis einschließlich Sonntag, den 10. Januar, verlängert.

Wetteraukreis: Nächtliche Ausgangssperre gilt an Silvester

Während der nächtlichen Ausgangssperre ist es den Wetterauer Bürgern verboten, sich im öffentlich Raum des Kreises aufzuhalten. Ein etwaiger Aufenthalt außerhalb des eigenen Grundstücks ist nur aus, so die Pressemitteilung, gewichtigen Gründen gestattet. Eine Durchfahrt durch den Wetteraukreis zu Zeiten der Ausgangssperre sei jedoch gestattet.

An Heiligabend galt die Ausgangssperre zwar erst ab 0 Uhr und an den Weihnachtsfeiertagen ab 22 Uhr, dies seien jedoch Ausnahmen gewesen. An Silvester (31.12.2020) und Neujahr (01.01.2021) gäbe es eine solche Ausnahme jedoch nicht, die ursprüngliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens gelte unverändert.

Wetteraukreis: Alkoholverbot im öffentlichen Raum

Des Weiteren untersagt der Wetteraukreis in seiner neuen Allgemeinverfügung den Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum, sowie die Abgabe von Alkohol zum ganztägigen Sofortverzehr. Diese Maßnahme diene, laut Kreis, dazu eine Verringerung der Infektionen zu erreichen. Das Alkoholkonsumverbot und Abgabeverbot zum Sofortverzehr diene der Reduzierung sozialer Kontakte im öffentlichen Raum und damit der Vermeidung potenzieller Infektionsketten.

Bei zunehmender Alkoholisierung sei damit zu rechnen, dass die Bereitschaft der Bürger die vorgegebenen Schutzmaßnahmen wie Masken-Tragen oder Abstand halten einzuhalten, abnehme. Mit dem Alkoholverbot soll auch eine mögliche Gruppenbildung im öffentlichen Raum verhindert werden. Gastronomische Einrichtungen wie Restaurants und Kneipen seien zwar aufgrund des Lockdowns geschlossen, böten oftmals aber Abhol-, Liefer- und Bringdienste oder Straßenverkauf an - gerade beim Straßenverkauf könne schnell es zu Menschenansammlungen kommen.

Wetteraukreis: Feuerwerksverbot im öffentlichen Raum

Ebenfalls verboten ist dieses Jahr an Silvester das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im öffentlichen Raum des Wetteraukreises. Dies diene, gleichermaßen wie das Alkoholverbot, der Verhinderung von Menschenansammlungen und betreffe vor allem publikumsträchtige Plätze. Außerdem soll das diesjährige Verbot von Feuerwerkskörpern ein Verletzungsrisiko schmälern, dass die ohnehin schon durch Corona belasteten Krankenhäuser zusätzlich treffen würde. Laut Kreis verletzten sich jedes Jahr viele Menschen beim Umgang mit Böllern und Raketen, die Verletzungen seien teilweise schwer und bedürften intensivmedizinischer Behandlung. Jedoch können auch kleinere Schäden die Kliniken sehr belasten.

Zwar ist das Zünden von Feuerwerken im Wetteraukreis nur im öffentlichen Raum verboten, der Kreis spricht jedoch eine dringende Empfehlung aus das Böllern in diesem Jahr auch privat zu unterlassen. Zumal ein Verkauf von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 im kompletten Bundesgebiet dieses Jahr verboten ist, dies betrifft unter anderem Silvesterknaller und Raketen.

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