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Kommt der Lärm von den Transformatoren des Umspannwerks?

RP verlangt neue Lärmmessungen

  • vonJürgen W. Niehoff
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Schöneck/Karben (jwn). Die Nachforschungen des CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad und der beiden Schönecker CDU-Politiker Sascha Brey und Carina Wacker wegen des Brummgeräusches vermutlich durch das Umspannwerk an der B 521 zwischen Rendel und Bürdesheim haben offensichtlich zu ersten Reaktionen geführt: Das Regierungspräsidium Darmstadt möchte mehr wissen.

Es seien Hinweise aus der Bevölkerung in Oberdorfelden zu dem vermeintlichen Brummton aus Richtung des Umspannwerkes in Karben gewesen, die den CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad, die CDU-Fraktionsvorsitzende Carina Wacker und das CDU-Ortsbeiratsmitglied Sascha Brey zu dem Erkundungsgang vor die Tore des Umspannwerks in Karben vor wenigen Tagen veranlasst haben. Der Bericht darüber in dieser Zeitung wurde nicht nur in Darmstadt im dortigen Regierungspräsidium aufmerksam gelesen, sondern führte auch anschließend zu ersten Reaktionen.

Ton durch Transformatoren?

So wurde veranlasst, dass die Betreiberfirma des Umspannwerkes in Karben, die Firma Tennet tso, neue Lärmschutzmessungen durchführen muss. Das Unternehmen, dem derartige Klagen über zunehmenden Lärm aus ihren Anlagen offensichtlich nicht neu sind - “höchst wahrscheinlich führt der Verschleiß der Transformatoren zu diesen Brummgeräuschen, die sich mit der Zeit deshalb auch verstärken„, räumt Unternehmenssprecher Markus ein -, hat deshalb mittlerweile auch schon die ersten Schritte eingeleitet und befindet sich zurzeit im Ausschreibungsverfahren für einen Lärmgutachter. Der soll dann Schallpegelmessungen im Umfeld des Umspannwerkes in Karben durchführen. Damit das Ergebnis so genau wie möglich ist, bittet das Regierungspräsidium nun um Mitteilungen aus der Bevölkerung, wo das Geräusch am lautesten zu hören ist. Dort sollen die Messungen dann besonders gründlich vorgenommen werden.

Das Ortsbeiratsmitglied Brey, das sich der Thematik in Oberdorfelden in letzter Zeit angenommen hat, bittet aus diesem Grund betroffene Anwohner, ihm per E-Mail unter sascha.brey@gmx.de mitzuteilen, wo genau dieser Brummton zu hören ist, um so die Messpunkte im Vorfeld schon genauer einkreisen zu können. Diese Information sollen dann an das Regierungspräsidium weitergeleitet werden.

Auch Max Schad, der als zuständiger Landtagsabgeordneter seine Unterstützung zugesagt hat, will am Ball bleiben und zusätzlich unter anderem beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie vorstellig werden, das sich in der Vergangenheit schon mehrfach mit ähnlich gelagerten Fällen, beispielsweise in Darmstadt, beschäftigt hat.

“Wir freuen uns, dass das Regierungspräsidium aufgrund unserer Initiative so schnell reagiert hat. Nun hoffen wir, dass die versprochene Überprüfung zeitnah stattfindet, damit man dem Grund für die nächtliche Ruhestörung schnell auf die Spur kommt und die betroffenen Anwohner in Oberdorfelden bald wieder in Ruhe schlafen können„, sagen Schad, Brey und Wacker.

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