Michaela Colletti (l.), Bürgermeister Steffen Maar, Betina Quägber-Zehe (3.v. l.) und Beate Roth tauschen sich bei einem Treffen über Umweltthemen aus. FOTO: PM
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Michaela Colletti (l.), Bürgermeister Steffen Maar, Betina Quägber-Zehe (3.v. l.) und Beate Roth tauschen sich bei einem Treffen über Umweltthemen aus. FOTO: PM

Zisternen, Streuobst und Blühstreifen

  • vonred Redaktion
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Rosbach(pm). Die Grünen laden für kommenden Mittwoch, 2. September, zum Offenen Stammtisch ein. In der Ankündigung heißt es: "Die Auswirkungen des dritten Dürre-Sommers in Folge sind allerorts deutlich sichtbar. Nicht nur beim Blick auf den Taunus fallen braune tote Bäume auf. Bereits Anfang August zierten welke Blätter unsere Straßen." Es mangele an Wasser. "Das Bundesamt für Naturschutz in Bonn meldet, dass mindestens 60 Schmetterlingsarten in Deutschland vollständig ausgestorben sind. Aufgrund des Insektensterbens finden Vögel wenig Nahrung. Die Auffangstationen für Igel sind voll. Bilder unterernährter oder durch Mähroboter verletzter Stacheltiere kursieren in allen Medien."

In Rosbach wurde Mitte August der Wassernotstand ausgerufen. "Die Maßnahme hat uns allen nochmals ganz deutlich vor Augen geführt, dass wir einen Richtungswechsel brauchen. Auch aus diesem Grund haben wir einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbracht, der die Berücksichtigung von Zisternen bei Neubauten sowie Umbauten in bestehenden Wohngebieten vorsieht," erläutert Michaela Colletti, Vorstandssprecherin des Ortsverbands der Rosbacher Grünen.

Beantragt wird auch der Ausschluss von Schottergärten in Neubaugebieten. Betina Quägber-Zehe sagt: "Wir verstehen, dass es gerade unseren Senior/innen oftmals schwer fällt, ihre Vorgärten zu pflegen. Seit einigen Jahren raten die Landschaftsexperten daher zu Schottergärten. Dies ist jedoch ein Irrweg. Unsere Insekten brauchen blühende Inseln zum Überleben. Zudem erhöhen Steine und Asphalt die Temperatur im innerstädtischen Bereich." Die Fraktionsvorsitzende hatte kürzlich spontan die Blumenkübel unter der Eiche in Nieder-Rosbach mit Lavendel, Kräutern und Tomaten bepflanzt. Nun gelte es, die Bank um den Baum auf Vordermann zu bringen. Die Stadt habe bereits Hilfe zugesagt. Es mangele nicht an pflegeleichten Alternativen. Was fehle, sei ein gutes Angebot an Informationen. Umdenken und gemeinsame Aktionen seien angesagt. Mancherorts funktioniere das bereits bestens: Marco Zanfino, Auszubildender in der Kita Alte Schule in Rodheim, plane Hochbeete für die Kinder.

Mitmachen erwünscht

Ein übergreifender runder Tisch, an dem Ideen ausgetauscht und Pläne konkretisiert würden, sei auch für die Vermarktung des Streuobstes geplant. Die Grünen hätten hierfür einen Antrag in die letzte Stadtverordnetenversammlung eingebracht.

Viel Unterstützung gebe es von der Stadtverwaltung: Es würden Blühstreifen angelegt und Bäume gepflanzt. Dort werde der Eidechsenplatz auf Vordermann gebracht und hier die Ausstiegshilfe für Eichhörnchen aus den Schöpfbecken auf dem Friedhof geplant. Besonderen Dank sprechen die Grünen Bürgermeister Steffen Maar aus, der u.a. den Zaun auf dem Bolzplatz durch eine Hainbuchenhecke ersetzen ließ. "Wir haben viele gute Ideen, doch manchmal fehlt einfach die (Wo)men-Power, um alles umzusetzen. Wir brauchen dringend Verstärkung. Daher laden wir alle Bürger/innen für 2. September um 20 Uhr in die Gaststätte Müllers im Rodheimer Bürgerhaus ein. Auch unser Bürgermeister hat bereits signalisiert, dass er teilnehmen möchte", sagt die Vorstandssprecherin. Aufgrund der coronabedingten Vorkehrungen bitten die Grünen um Anmeldung bis zum 1. September unter Tel. 0 60 03/62 77 oder per E-Mail an verbum2004@web.de.

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