War ein Hundeköder wie dieser für den Tod einer Dogge verantwortlich? Diese Frage stellt sich im Wetteraukreis.
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War ein Hundeköder wie dieser für den Tod einer Dogge verantwortlich? Diese Frage stellt sich im Wetteraukreis.

Rosbach

Erneut Tierköder in der Wetterau? Gesunder Hund blutet erst aus dem Maul, dann stirbt er

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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Nach einem Spaziergang in Rosbach stirbt am Mittwoch (07.07.2021) urplötzlich eine Dogge. Der Verdacht drängt sich auf, dass erneut tödliche Hundeköder in der Wetterau ausgelegt wurden.

Rosbach – Im Wetteraukreis besteht erneut der Verdacht, dass ein Hund an einem extra präparierten Köder gestorben ist. Das teilte die Polizei mit, die insbesondere Hundehalter aus Rosbach zur Vorsicht aufruft. Dem Bericht zufolge starb die Dogge am Mittwoch (07.07.2021), kurz nach dem die Besitzerin mit dem Tier vom Gassigehen im Wingertsweg in Ober-Rosbach zurückgekommen war. Während sie über die Feldwege gestreift waren, habe sich die Frau „über ein plötzliches und kurzes Aufjaulen“ des Hundes gewundert, hieß es. Zunächst habe die Hundehalterin sich aber nichts dabei gedacht.

Wetteraukreis: Gesunder Hund stirb urplötzlich nach Spaziergang in Rosbach

Die zuvor „gesunde und vitale“ Dogge habe über den restlichen Spaziergang hinweg zunehmend abgebaut. Mit „letzter Kraft“ soll sich der Hund zum Auto zurückgeschleppt haben. Dann habe er begonnen, aus dem Maul zu bluten, und sei kurz darauf tot gewesen. Der Verlauf der Geschehnisse lasse vermuten, dass das Tier einen tödlichen Köder gefressen habe, womöglich gespickt mit Klingen. Nachweisen kann dies die Wetterauer Polizei aber nicht mehr, wie sie weiter mitteilte, die „verzweifelte“ Halterin habe das große Tier von einem Abdecker abholen lassen. Der Job eines Abdeckers ist es, Tierkadaver zu beseitigen.

Rosbach kein Einzelfall: Immer wieder Hundeköder-Verdacht in der Wetterau

Der Fall aus Rosbach ist kein Einzelfall. Zuletzt drängte sich immer wieder der Verdacht auf, Tierhasser könnten in der Wetterau unterwegs sein. Erst vergangene Woche verstarb ein Hundewelpe an einer Vergiftung. Er soll zwischen Friedberg und Bad Nauheim einen mit „Schneckenkorn“ versetzten Köder gefressen haben. Im Oktober und im Mai sollen ähnliche Giftköder Tiere in Rosbach und Heuchelheim in die Klinik gebracht haben. Im Juni wurden in Karben Wurststücke gefunden, in denen jemand Rasierklingen versteckt hatte. Nach dem jüngsten Fall aus Rosbach erbittet sich die Ermittlungsgruppe der Polizei unter 06031/601-193 oder 06031/601-0 Hinweise. (ag/red)

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