1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Rosbach

Viele Aufgaben warten

Erstellt:

Von: Edelgard Halaczinsky

Kommentare

dab_sky_ffw1_051022
In der Fahrzeughalle spielt eine Band des Landespolizeiorchesters. © Edelgard Halaczinsky

Rosbach (sky). Die Rosbacher Feuerwehr hat - traditionell am 3. Oktober - nach zweijähriger Pause bei strahlendem Herbstwetter zum Tag der offenen Tür eingeladen. »Der Andrang ist so groß wie eh und je«, resümierte Wehrführer Sascha Winkler zufrieden angesichts der zahlreichen Schaulustigen in und um die Fahrzeughalle. Auf dem Platz davor hatte sich die gesamte Fahrzeugflotte einschließlich vier Oldtimer-Fahrzeugen und zwei Einsatzwagen der Polizei positioniert.

Viele Neugierige warfen einen genaueren Blick auf deren Ausstattung.

Drinnen spielte eine Band des Landespolizeiorchesters und sorgte für gute Laune. Bernd Donsbach, der vor mehreren Jahren zusammen mit einer Gruppe Gleichgesinnter einen alten Wasserwerfer aus dem Baujahr 1968 liebevoll restauriert hatte und diesen seitdem an den Tagen der offenen Tür zum Bestaunen vorfährt, hatte diesmal ein zweites Schätzchen mitgebracht: einen 130-PS-starken BMW 520 iA mit Feuerwehrausstattung mit den Baujahr 1988, der einst bei BMW in Dingolfing in der Werksfeuerwehr zum Einsatz kam.

2015 wurde das Fahrzeug aufgearbeitet und kam voriges Jahr in Donsbachs Besitz. In leuchtendem Signalrot zog es viele Blicke auf sich. Am anderen Ende des Platzes konnte man die Gerätschaften bestaunen, die die Feuerwehr bei ihren Einsätzen mit sich führt.

Von der Rettungsschere über ein hydraulisches Schneidgerät bis hin zu Aggregaten, Pumpen und Sauger gab es eine breite Palette an Hilfsgeräten. »Nur beim Löschen von E-Autos ist die Technik noch nicht genügend ausgereift«, sagte ein Feuerwehrmann. Zum Glück habe man in Rosbach bisher noch keinen diesbezüglichen Einsatz gehabt.

Während die Besucher entspannt über den Hof schlenderten und hier und da ins Staunen kamen, waren einige der Wehrleute noch zum Einsatz unterwegs. Es galt, ein eingeklemmtes Reh zu befreien. Am Morgen hatte man bereits eine brennende Mülltonne löschen müssen. »Das sind zwar kleine Einsätze, aber sie zeigen, dass wir jederzeit bereitstehen müssen«, erklärte Winkler. Als das HLF 20 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) wieder an seinem Platz vor der Fahrzeughalle stand, konnte der spannende Teil des Tages beginnen: Die Jugendfeuerwehr demonstrierte ihr Können an einem brennenden Holzhäuschen. Mit flinken Händen rollten sie die Schläuche aus, montierten Kupplungen und gingen in Position, bis das Kommando »Wasser marsch!« ertönte. Binnen kurzer Zeit waren die lodernden Flammen unter Kontrolle, und die Ausbilder zeigten sich zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge.

»Derzeit haben wir dreißig Kinder und Jugendliche bei der Jugendfeuerwehr«, berichtete der Wehrführer. Hinzu kämen noch rund sechzig Mitglieder der Einsatzabteilung, für die man erst letztes Jahr einen neuen Kommandowagen angeschafft habe. Wie ein größerer Brand im Rosbacher Wald in diesem August zeigte, zähle die Ausbildung in der Vegetationsbrandbekämpfung zu den wichtigen Aufgaben der Rosbacher Wehr.

Außerdem sei es nötig, dass die Wehren untereinander aushelfen. »Bei dem Brand im August hatten wir Unterstützung aus Bad Nauheim, Friedberg, Butzbach und natürlich aus Rodheim gehabt«, sagte Winkler. Insbesondere, wenn ein Brand sich rasch ausdehne, sei schnelle Hilfe nötig. Der vergangene Sommer mit seiner extremen Dürre habe zudem gezeigt, dass gerade im Bereich der Prävention viele Aufgaben auf die Feuerwehren warten.

dab_sky_ffw4_051022
Ernst Donsbach führt seinen Feuerwehr-Oldtimer vor. © Edelgard Halaczinsky
dab_sky_ffw2_051022
Mitglieder der Jugendfeuerwehr üben beim Tag der offenen Tür für den Ernstfall. © Edelgard Halaczinsky

Auch interessant

Kommentare