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So viel los wie noch nie beim Nikolausmarkt in Rosbach

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Nicht alle Kinder haben die Ankunft des Nikolauses und seiner Engel verschlafen.
Nicht alle Kinder haben die Ankunft des Nikolauses und seiner Engel verschlafen. © Lothar Halaczinsky

Rosbach (sky). Auch in Ober-Rosbach lockte das erste Adventswochenende viele Menschen auf den Nikolausmarkt. Eine kleine Budenstadt vor dem Alten Rathaus und rund um die evangelische Stadtkirche hatte zwei Tage lang allerhand zu bieten, was Leib und Seele erfreut.

»Wir tragen das Licht in die Dunkelheit« schmetterte der Kinderchor »Sternenfänger« der Kita Brüder Grimm am Samstagnachmittag von der kleinen Bühne aus in die Menge, nachdem Bürgermeister Thomas Alber, Ortsvorsteher Oliver Conradi, Stadtverordnetenvorsteherin Regina Karehnke und Patrick Konrad vom Gewerbeverein das bunte Geschehen offiziell eröffnet hatten.

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Punsch und heißer Apfelsaft, Flammkuchen und Ciabatta waren heiß begehrt, und eine deftige Gulaschsuppe wurde ebensogern genommen wie Fischbrötchen oder frisch gebackene Waffeln. Im offenen Zelt der Pfadfinder hatten Kinder Spaß am Stockbrotbacken, und den beliebten Chai-Tee gab’s ebenfalls. Als gegen 17 Uhr neben dem Ernst-Dondorf-Haus die erste Kerze am Riesen-Adventskranz angezündet worden war, staunte Pfarrer Gerrit Boomgaarden nicht schlecht. »So viele Besucher waren noch nie da«, freute er sich. Dicht gedrängt standen Jung und Alt beisammen, sangen Lieder und hörten eine weihnachtliche Geschichte.

Noch gab es am Wunschbaum der Gruppe »Rosbacher für Rosbacher« einige Wünsche zu erfüllen, doch das sollte sich schnell ändern. »Bedürftige haben sich Waffeleisen und Schuhe, Jacken oder Büchergutscheine zu Weihnachten gewünscht«, sagte Marina Dittrich vom Gewerbeverein. Am Schluss blieb kein einziger Wunschstern mehr übrig und der abgeräumte Baum wanderte als Preis in die Tombola. Wer sich selbst etwas Gutes tun wollte, der hatte die große Auswahl zwischen Adventsschmuck und Handgestricktem, selbst Genähtem und Fensterbildern, und die duftenden Bienenwachskerzen oder die handgemalten Weihnachtskugeln und -glocken am Stand des Gewerbevereins gehörten natürlich auch zum Angebot.

Leckereien für die Nachzügler

Im benachbarten Kinderhaus Bergstraße waren die Kinder mit dem Basteln von Weihnachtswichteln so beschäftigt, dass einige von ihnen sogar die Ankunft vom Nikolaus und seinen Engeln verpassten. Sicherheitshalber hatte er aber für die Nachzügler ein paar Tüten mit Äpfeln und süßen Leckereien bei Marina Dittrich hinterlegt.

Sonntagabend erschien Blütenkönigin Kristina II. auf der Bühne, um unter der »strengen« Aufsicht von Patrick Konrad die 26 Hauptpreise der Tombola zu ziehen. Gutscheine und Schals, Gartenmöbel und Adventliches wurde von Moderator Wolfgang Datz an die Gewinner vermittelt. Pfadi-Mitglied Cimberley konnte ihr Glück kaum fassen: sie hatte 200 Euro in bar gewonnen und war schnell umringt von Schulfreunden. Ihre Mama hätte lieber das Vogelhäuschen gehabt, doch das ging an eine Gewinnerin aus Castrop-Rauxel, die bereits auf dem Weg nach Hause war. »Ich rufe sie jetzt an und sage ihr, sie habe ein Haus gewonnen«, scherzte ihre Schwester, der sie ihre Lose anvertraut hatte. Bodo Groh, Urenkel des vor 100 Jahren auf geheimnisvolle Art ums Leben gekommenen Jagdaufsehers Johannes Bullmann, freute sich über den Gewinn eines (küchenfertig zerlegten) Wildschweins aus heimischen Wäldern.

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