Kurze Pause: das "Stadtradel"-Team der Rosbacher SPD. 	FOTO: PM
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Kurze Pause: das »Stadtradel«-Team der Rosbacher SPD. FOTO: PM

Über 120 000 Kilometer im Sattel

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Rosbach/Wölfersheim (hed/pm). Die beiden Kommunen Rosbach und Wölfersheim haben die Wetterauer Fahne bei deutschlandweiten Klimaaktion »Stadtradeln« hochgehalten. 256 Teilnehmer in Rosbach und 315 in Wölfersheim haben im Mai und Juni jede Menge Kilometer auf dem Sattel verbracht, um zusammen CO2 einzusparen.

In Rosbach hatte die SPD zwei Touren um Rosbach und Friedrichsdorf sowie nach Kaichen mit Stationen am Freigericht, in Burg-Gräfenrode und der Auenlandschaft der Nidda organisiert, wo derzeit 25 Storchenbrutpaare zu beobachten sind. »Unser Radfahrerteam konnte auch bei der zweiten organisierten Tour neue Eindrücke der Wetterau gewinnen«, sagte Ellen Dietz, Vorsitzende der SPD Rosbach/Rodheim und »Captain« der »Stadtradel«-Teams.

Neben den zwei offene Radtouren veranstaltete die SPD viele kleineren Touren innerhalb des Teams zur Erkundung der Umgebung Bei Fahrten durch das Wintersteingebiet machte man sich ein Bild der schlechten Lage des Waldes nach den Stürmen der vergangenen Jahre. Zudem besuchte eine Gruppe das Rodheimer Schwimmbad, dessen Renovierung bald starten soll.

Insgesamt könne das »Stadtradeln« mit 256 Radlern in Rosbach und über 60 000 gefahrenen Kilometern nicht nur aus Umweltsicht als voller Erfolg gewertet werden, sagte Dietz. Die 18 Fahrer des SPD-Teams hätten über 2900 Kilometer beigetragen.

Die Handballer des SV 98 (7668), der Radsportverein (6869) und ein offenes Team (6450) haben die meisten Kilometer zu verzeichnen.

Platz 1 bei kleinen Gemeinden

In Wölfersheim, wo die Gemeinde zum dritten Mal an der bundesweiten Aktion teilnahm, radelten mehr als 300 Teilnehmer über 60 000 Kilometer. Unter den Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern belegt Wölfersheim gar Platz 1. Viel wichtiger als das finde er jedoch, dass »man Menschen dazu bewegt, häufiger auf das Rad umzusteigen«, sagte Bürgermeister Eike See. Er wolle das Radfahren im Alltag stärker etablieren. »Man wählt für viele kurze Strecken leider zu oft das Auto, dabei kann man die meisten Orte bequem mit dem Rad erreichen. Ich nutze oft das Rad, aber durch das Stadtradeln versuche ich, so weit wie möglich auf das Auto zu verzichten«, sagt See.

Insgesamt folgten 315 Personen dem Aufruf der Gemeinde - eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten »Stadtradeln« im Jahr 2015, an dem sich 91 Personen beteiligten. Die Teilnehmer legten in 15 Teams laut See insgesamt 61 719 Kilometer zurück. »Hätte man diese Strecke mit dem Auto zurückgelegt, hätte man neun Tonnen CO2 erzeugt. Auch etwa ein Drittel der Mitglieder der Gemeindevertretung setzten mit ihrer Teilnehme ein Zeichen für den Klimaschutz. Mit Matthias Appel (SPD), Susanne Beimel (SPD), Stefan Bodem (SPD), Magdalena und Nina Gerlach (SPD), Ramona Hofmann (CDU), Burkhard Käs (FWG), Thomas Nitsch (FWG) und Angelika und Karl Ernst Pulkert (SPD) waren Mitglieder fast aller Fraktionen vertreten.

Die meisten Teilnehmer stellte das Team »Melbach und Freunde« mit 74 Radlern verzeichnen, gefolgt vom Turnverein Berstadt mit 54 Teilnehmern. Der TV radelte mit 11 958 Kilometern am meisten.

Die meisten Kilometer pro Kopf erreichte das Team »Die Velo-Mobilisten« mit 480 Kilometern, gefolgt vom Radfahrverein Sandhasen mit 425 Kilometern. Die meisten Kilometer als einzelne Radfahrer legte Markus Ullersberger vom TV Berstadt mit 1148 Kilometern zurück, gefolgt von Dieter See für das Team SPD Wölfersheim mit 1130 Kilometern und Harald Mayr vom Team »Die Velo-Mobilisten« mit 1012 Kilometern.

Positiver Nebeneffekt: Über die angeschlossene Meldeplattform »RADar« gab es Rückmeldungen zur Infrastruktur. »Wir haben festgestellt, dass an verschiedenen Stellen geeignete Abstellmöglichkeiten fehlen und auch die Straßenquerung an einigen Stellen optimiert werden muss. Darauf werden wir natürlich reagieren«, berichtet Wölfersheims Klimaschutzmanager Markus Michel. Das Angebot an Abstellmöglichkeiten solle in den nächsten Wochen deutlich ausgebaut werden. Auch will die Gemeinde eine Onlineumfrage durchführen.

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