Die Äpfel werden gewogen und in Kisten gelagert. FOTO: PM
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Die Äpfel werden gewogen und in Kisten gelagert. FOTO: PM

Über 2000 Kilogramm Bio-Äpfel geerntet

  • vonred Redaktion
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Rosbach(pm). Den Tag der Deutschen Einheit nutzten die Aktiven des BUND-Ortsverbands auch dieses Jahr, um mit den Baumpaten das Apfelfest auf der Streuobstwiese in Rodheim zu feiern - diesmal unter Einhaltung der Pandemieregeln. Bei schönem Wetter ernteten über 20 fleißige Familien ihre Bio-Apfelbäume, um aus den Früchten Saft machen zu lassen.

Die Ernte wurde noch vor Ort von Lotte Zessin und Susanne Steib (beide BUND) gewogen und in große Kisten der "Roten Pumpe", einer Lohnkelterei aus Nieder-Mörlen, verladen. Da die Kisten nicht genügten, musste noch zweimal mit kleinem Hänger nachgeliefert werden. Über 2000 Kilogramm Äpfel kamen zusammen, die zu über 1400 Liter Bio-Saft verarbeitet wurden. Schon ein Tag später war der Saft fertig und die Augen der Patinnen und Paten groß, als sie ihren frischen, 15 Monate haltbaren Bio-Saft abholten - mit dieser Ausbeute hatte niemand gerechnet. Das Team der "Roten Pumpe" lobte die Äpfel aus Rodheim - sie seien sehr saftig gewesen und hätten bei der Verarbeitung keine Probleme gemacht. Das komme nicht so oft vor, durfte der BUND-Vorsitzende Uwe Steib das Lob an die Paten weitergeben. Er dankte allen, die für einen reibungslosen Verlauf des Events gesorgt hätten, und für die vielen positiven Rückmeldungen im Nachhinein. Wegen der Corona-Pandemie durften weder das Saftpressen vor Ort noch das gesellige Beisammensein stattfinden. Steib: "Trotzdem war es ein gelungenes Fest, das allen viel Spaß gemacht hat."

Der BUND vermittelt mit Erlaubnis der Stadt und dem Wetteraukreis auf Streuobstwiesen in Rodheim, die eine Ausgleichsmaßnahme bilden, Patenschaften für circa 200 Obstbäume. Zumeist Familien haben eine Patenschaft für einen oder mehrere Obstbäume übernommen. Interessierte können sich per E-Mail an obstbaumpatenschaft@bund-rosbach.de melden.

Streuobstwiesen sind laut Steib neben einer Beerntung ein wichtiger Bestandteil der Landschaft, sie geben mit ihrem Mosaik an Strukturen und Mikroklimaten bis zu 7000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Zudem seien sie ein wertvolles Kulturgut. "Ihre Pflege und Erhalt ist sehr wichtig, um Tieren und Pflanzen in einer sonst meist intensiv genutzten Agrarlandschaft einen Rückzugsraum zu bieten."

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