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Ein Prost auf die Kerb (v. l.): Bürgermeister Steffen Maar, Bayernhaus-Wirt Martin Liebscher und FCO-Chef Christoph Käding stoßen an.

Tradition am Leben erhalten

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Rosbach(sky). "Alle reden übers Wetter, nur wir nicht", mögen sich die Veranstalter der Fußballerkerb vor der Adolf-Reichwein-Halle am Wochenende gedacht haben. Viel zu reden gab es nämlich nicht: Regen und Kälte waren einfach nur zum Heulen. Als FCO-Chef Christoph Käding am Samstagmittag zusammen mit Bürgermeister Steffen Maar und Blütenkönigin Katharina I. (im warmen Wintermantel) den Fassbieranstich vornahm, hatte eine kurze Regenpause einige Besucher angelockt, doch an den Schießbuden und Fahrgeschäften nebenan herrschte bedrückende Leere. "Den Auftritt der Kinder von der Kita Brüder Grimm hatten wir wetterbedingt leider absagen müssen", ließ Käding wissen.

"Speed Dating" mit Politikern

"Als Kind war ich vor der Kerb aufgeregt, wenn ich an die bunten Karussells dachte", erinnerte sich Maar. Jetzt sei er aufgeregt, weil er als Bürgermeister und Schirmherr des Festes zum ersten Mal den Fassbieranstich vorzunehmen hatte. Nur vier Schläge genügten, um den goldenen Gerstensaft in die bereitgehaltenen Fünf-Liter-Bembel fließen zu lassen. Bayernhaus-Wirt Martin Liebscher sowie die Helferschar vom Fußballverein verteilten anschließend das Freibier unter die Gäste. "Wir sind froh, mit Martin seit Jahren einen tollen Sponsor für unsere Kerb gefunden zu haben", lobte Vorstandsmitglied Gerhard Scherer. Und der Bürgermeister fand lobende Worte für die Veranstalter: "Der FCO hat sich nun schon zum wiederholten Mal bereit erklärt, dieses Traditionsfest am Leben zu erhalten, und das finde ich gut und richtig für unsere Stadt."

Abends spielt die Band "Voice" auf der Außenbühne, und es gab auch einige unermüdliche Tänzerinnen und Tänzer, die sich von den flotten Rhythmen anstecken ließen und der Kälte auf diese Art trotzten.

Tag zwei begann mit einem gut besuchten Open-Air-Gottesdienst unter Mitwirkung des Posaunenchors. Der politische Frühschoppen mit Politikern von sechs im Stadtparlament vertretenen Parteien (Volker Weidmann von der Wählergruppe "SALZ" wollte trotz Anwesenheit nicht daran teilnehmen) wurde spontan in ein "Speed Dating" umgewandelt. Rund zehn Minuten Zeit pro Tisch nahmen sich die Ortspolitiker für die Fragen interessierter Bürger, bevor sie zur nächsten Gruppe wechselten und dort erneut Rede und Antwort standen. Der Sportstandort Rosbach, das Stadtentwicklungskonzept, Klimaschutz und der Zustand der städtischen Wohnungen, aber auch die Frage, wie es mit dem Alten Rathaus in Ober-Rosbach weitergehen soll, wurden angesprochen.

Die Regenpause am frühen Nachmittag kam den FCO-Jugendmannschaften gerade recht, um sich dem Publikum vorzustellen. Von den Kleinsten der G-Jugend bis zu den Größten der A-Jugend waren alle Spieler mit ihren Betreuern auf der Bühne. "Nächstes Jahr feiert der Verein sein 75-jähriges Bestehen mit einem großen Kommers in der Adolf-Reichwein-Halle", kündigte Christoph Käding an. Da könne das Wetter nicht mehr so arg mitspielen. Ein Fest auf dem Platz werde es aber auch geben. "Genauere Planungen werden wir in Kürze angehen."

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