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Der Fußballplatz könnte verlegt werden. Die Tennisspieler ziehen jedoch nicht mit - sie wollen lieber einen Neubau neben ihrem Platz, der hinter dem Heim liegt.

Tennis-Abteilung spielt nicht mit

  • vonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach (sky). Die Überlegungen zur Umsetzung des Nieder-Rosbacher Baugebietes »Obergärten II«, das derzeit politisch diskutiert wird, stehen im engen Zusammenhang mit denen zu der Verlegung der Sportanlagen des SV 98 auf ein Areal neben der Kapersburgschule, nahe der B455.

Die von Ex-Bürgermeister Thomas Alber ins Gespräch gebrachte Maßnahme würde durch die Hinzunahme der Fußball- und Tennisplätze mehr Bauplätze in Nieder-Rosbach zur Folge haben - wann auch immer das Baugebiet erschlossen werden sollte. Derzeit gibt es eine Mehrheit dafür, zuerst in Rodheim neuen Wohnraum zu schaffen und dann in den »Obergärten II«. Lediglich die SPD wünscht eine frühere Umsetzung - und hat dies auch für die nächste Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 23. Februar, beantragt.

Während sich die Abteilung Fußball angesichts ihres maroden Vereinsheims am jetzigen Standort und der Aussicht auf bessere Platzverhältnisse durchaus mit einem Umzug anfreunden kann, will die Abteilung Tennis wohl nicht mitspielen, war am Rande der jüngsten Sitzung des Nieder-Rosbacher Ortsbeirats zu erfahren.

Zwar gehört das Areal der Stadt, doch der Verein kann hinsichtlich der Nutzung auf eine Grunddienstbarkeit von ursprünglich 99 Jahren zurückgreifen, von der erst etwa die Hälfte abgelaufen ist. Ein Umzug an die Bundesstraße komme für die Tennisspieler nicht in Betracht. »Wir fühlen uns wohl hier in Nieder-Rosbach, warum sollten wir da umziehen?«, heißt es aus Vereinskreisen.

Neue Tennishalle mit zwei Plätzen?

Statt eines Standortwechsels wolle man lieber ein neues Vereinsheim oberhalb von Platz 4 bauen und das vorhandene Gelände besser nutzen. Denkbar wäre - sofern die Finanzen es zulassen - sogar der Bau einer Tennishalle mit zwei Plätzen.

Die Übernahme des Vereinsheims der Fußballer käme nach deren Umzug neben die Kapersburgschule für den Tennis nicht infrage. Zurzeit leben beide Abteilungen wie in einem Doppelhaus unter einem Dach, die Versorgungsanschlüsse liegen in der von den Fußballern genutzten Hälfte, da dieser Gebäudeteil zuerst erbaut wurde. Entsprechend alt seien auch die technischen Anlagen, sodass sich eine Übernahme durch die Tennisabteilung nicht lohne. Außerdem sei das Gebäude zu groß. Passend wäre hingegen ein Neubau mit Material- und Versammlungsraum sowie drei anstatt bisher zwei Umkleiden.

»Wir wollen einen Zustand erreichen, der für die nächsten Jahrzehnte ausreicht« erklärt SV 98-Vorstandsmitglied Dr. Volker Hoffmann.

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