Das Rodheimer Freibad öffnet vermutlich am 3. Juli. Nach der Badesaison wird es für 3,1 Millionen Euro saniert. 	FOTO: LH
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Das Rodheimer Freibad öffnet vermutlich am 3. Juli. Nach der Badesaison wird es für 3,1 Millionen Euro saniert. FOTO: LH

»Stimme« hat weiter Bauchschmerzen

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Rosbach (hed/pm). Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Dienstag wie erwartet die Sanierung des Rodheimer Freibades für 3,1 Millionen Euro beschlossen. Es erhält ein neues Edelstahlbecken (die WZ berichtete). Die Verwaltung hatte zunächst ein Folienbecken vorgeschlagen, vor der jüngsten Ausschusssitzung aber noch einmal die Vor- und Nachteile beider Varianten herausgearbeitet und war dabei auch auf Kriterien wie die Nachhaltigkeit eingegangen. Die nicht über das Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) förderfähigen Kosten von 620 000 Euro sollen aus Zuschüssen der »Hessenkasse« finanziert werden. Das Paket beschlossen die Stadtverordneten nun einstimmig. »Es ist nicht selbstverständlich, dass Diskussionen über die Umsetzung solch eines Großprojektes innerhalb der städtischen Gremien so sachlich und vernünftig ablaufen«, freute sich Bürgermeister Steffen Maar.

Einen »Tag der Freude und des Dankes« rief CDU-Fraktionschef Jörg Egerter aus. Maar sei dafür zu loben, eine jahrzehntelange Diskussion nach etwas mehr als einem Jahr Amtszeit beendet zu haben. Auch der schwarz-grünen Landesregierung, die die Sanierung mit 250 000 Euro bezuschusse, sei zu danken. Die Schecks aus Wiesbaden » flattern derzeit ja fast im Monatsrhythmus von Wiesbaden nach Rosbach«, sagte Egerter.

Die »Stimme« habe der Sanierung »mit Bauchschmerzen« zugestimmt, wie Fraktionsvorsitzender Dieter Kurth mitteilt. »Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass ein Neubau an einem anderen Standort in Rodheim zukunftsfähiger und klüger wäre.« Die Parkplatzfrage sei immer noch ungelöst. Die weiteren Themen im Stadtparlament:

»Bezahlbarer Wohnraum « - Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten eine Bebauungsplanänderung in der Sang. Dem Bauverein »Eigner Herd ist Goldes Wert« aus Friedberg ist es nun erlaubt, an der Eisenkrain dreigeschossig zu bauen. Das Gebäude beherbergt 15 Wohnungen. Die Kaltmiete soll anfangs bei maximal 8 Euro liegen, zuzüglich zwei Euro an Nebenkosten. Kommunalpolitisches Ziel sei die Schaffung von »bezahlbarem Wohnraum für Rosbacher Familien mit mittlerem Einkommen«, so die Vorlage.

Zwölf Neubauten - Der Bebauungsplan »In der Preul« wurde einstimmig beschlossen. Die Quartiermacher GmbH errichtet hier zwölf Einfamilien-Reihen- und Doppelhäuser. Es wird nachverdichtet; das Gelände zwischen Preulgasse und B 455 war zuletzt von einem Entsorgungsunternehmen genutzt worden.

Sporthallen-Sanierung - Das Sanierungskonzept für die Sporthalle Haingraben wurde ohne Aussprache einstimmig beschlossen. Neben einer kompletten Fassadensanierung werden auch die Fenster und Außentüren erneuert und Außenwandflächen gedämmt. Weiterhin sind umfangreichere Maßnahmen, wie die Erneuerung der Sanitäreinrichtungen erforderlich. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 392 000 Euro.

Freiwillig Tempo 30? - Auf Antrag der Grünen wurde beschlossen, dass die Verwaltung bei Hessen Mobil anfragt, ob in der Nieder-Rosbacher Ortsduchfahrt Schilder mit der Aufschrift »Freiwillig Tempo 30« aufgestellt werden können. Anschließend soll im Ortsbeirat beraten werden.

Hochzeitsbäume - Angenommen wurde auch der Grünen-Antrag zur Aufstellung von Hochzeitsbäumen. Der Magistrat soll prüfen, ob in Rosbach diese schöne Tradition aufgegriffen werden kann.

Streuobst - Ob Privatleute künftig auf dem Rosbacher Bauernmarkt und dem Markt in Rodheim Obst von ihren Streuobstwiesen oder aus eigenem biologischem Anbau anbieten dürfen, soll ein runder Tisch klären. Die Grünen hatten das Thema auf die Agenda gebracht. An anderen Orten funktioniere das gut.

Straßenbeiträge - Im Ausschuss wird noch einmal über die Straßenbeitragssatzung gesprochen. Die »Stimme« schlägt vor, im neuen Abrechnungszeitraum die drei Abrechnungsgebiete (bisher die drei Stadtteile) so zu modifizieren, dass alle gleich viel zahlen. Bisher müssen Rodheimer mehr zahlen.

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