Das Freibad in Rodheim bleibt ein Zankapfel.	ARCHIVFOTO: LH
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Das Freibad in Rodheim bleibt ein Zankapfel. ARCHIVFOTO: LH

SPD: Stehen zur Freibadsanierung

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Rosbach-Rodheim (pm). Daran hatten die kleineren Fraktionen zuletzt gezweifelt: Doch die SPD hat sich in einer Pressemitteilung klar für eine Sanierung des Rodheimer Freibads ausgesprochen. Auch verteidigte der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Peter Rathjens den Vorstoß der Sozialdemokraten, noch einmal im Ausschuss über die Details zu diskutieren.

Das Sanierungsprojekt sei auf einem guten Weg, zügig umgesetzt werden zu können. Die SPD spreche sich für eine finale Abstimmung der Umsetzungsvariante in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 18. Juni sowie in der Stadtverordnetenversammlung am 23. Juni aus.

Langlebigeres Edelstahl- oder günstigeres Folienbecken? Diese Frage muss in den Beratungen geklärt werden. Dabei werden Vertreter des Freibad-Fördervereins »Rettungsschwimmer« anwesend sein, die eine finanzielle Beteiligung bei der Edelstahlvariante angeboten haben.

In der Sitzung will der Magistrat auch eine aktuelle Kostenkalkulation vorlegen. Die SPD komme aufgrund eigener Berechnungen und Überlegungen zum Abschreibungsmodell zu dem Ergebnis, dass die Edelstahlvariante nicht so kostenintensiv sei wie in der ursprünglichen Magistratsvorlage dargestellt worden sei, sagt Rathjens. »Aus diesem Grund ist eine nochmalige Befassung der Thematik durch den Haupt- und Finanzausschuss auch aus rechtlichen Gründen zwingend geboten.« Wäre die Edelstahlvariante direkt verabschiedet worden, hätte Bürgermeister Steffen Maar auf Basis der bisher vorliegenden Informationen und Berechnungen Widerspruch aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots einlegen müssen - und die Antragstellung auf Förderung seitens des Landes wäre gescheitert, ist sich Rathjens sicher. »Damit wäre auch die Sanierung insgesamt infrage gestellt worden.«

Der Antrag auf eine Sondersitzung, den FDP, FWG und Grüne gestellt hatten, sei verwunderlich, heißt es weiter. Rathjens: »Nimmt man die Parlamentsarbeit und die HGO ernst, hätte eine Sondersitzung frühestens am Freitag, dem 19. Juni, nach der Ausschusssitzung stattfinden können. Hier siegt Populismus über Verstand.« Ohnehin sei der Antrag von Stadtverordnetenvorsteherin Regina Karehnke (CDU) wegen nicht fristgerechter Einreichung ohnehin abgelehnt worden.

Rathjens hat in der Pressemitteilung noch einmal verdeutlicht, dass es der SPD nicht darum gehe, den Standort des Freibads erneut zu überprüfen. Diese Frage sei in der Vergangenheit - auch mit Zustimmung der SPD - schon längst entschieden worden.

Rathjens: Parkplatz ließe sich erweitern

Doch hat es laut Rathjens vor einigen Jahren keine »vorurteilsfreie Prüfung« einer Verlagerung und damit eines Neubaus an anderer Stelle - vorzugsweise am neuen Sportzentrum - gegeben. »Im Zuge einer solchen Prüfung hätten auch die Stärken des jetzigen Standortes klar herausgearbeitet werden können: Hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung, zentrale Lage und gute Erreichbarkeit durch die Anbindung an den Bahnhof.«

Das durch die steigende Nachfrage nach Schwimmbadangeboten erhöhte Verkehrsaufkommen sei ein Punkt, der durch eine Erweiterung des Parkplatzangebotes bei Umzug des Rewe-Einkaufszentrum gelöst werden könnte.

Rathjens: »Gute Politik ist ganz einfach: Alle relevanten Informationen zusammentragen, analysieren, bewerten und dann entscheiden.«

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