Langsam fahren zum Schulstart, darum bitten (v. l.): Christa Reichert (Verkehrswacht), Ortsvorsteher Rainer Schaub, Bürgermeister Steffen Maar, Silke Kotzerke (Ordnungsamt), Josef Plaickner (Bauhof) und Heinz Euler (Verkehrswacht). FOTO: PV
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Langsam fahren zum Schulstart, darum bitten (v. l.): Christa Reichert (Verkehrswacht), Ortsvorsteher Rainer Schaub, Bürgermeister Steffen Maar, Silke Kotzerke (Ordnungsamt), Josef Plaickner (Bauhof) und Heinz Euler (Verkehrswacht). FOTO: PV

Smileys für Lob und Tadel

  • vonred Redaktion
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Rosbach(pm). Ein lachendes Gesicht als Lob, ein grimmiges Gesicht als Tadel. So funktionieren die sogenannten Dialog-Displays. Grüne Smileys für korrekte Geschwindigkeit, rote Smileys für zu schnelles Fahren. Die Stadt Rosbach hat ein solches Display gewonnen und pünktlich zum Schulstart und zum Beginn des aktuellen Kindergartenjahrs in der Neuen Straße in Rodheim installiert. Auch Ober-Mörlen, Reichelsheim und Limeshain sind unter den Gewinnern. Die Verkehrswacht Wetterau hat die Geräte übergeben.

Appell an Fahrer

Bürgermeister Steffen Maar nutzte ein Treffen mit der Verkehrswacht Wetterau, um für die kommenden Wochen alle Verkehrsteilnehmer zur besonderen Rücksicht zu bitten. "Fahren Sie langsam, vorausschauend und stets bremsbereit", sagte Maar. Im gesamten Stadtgebiet wurden in den vergangenen Tagen bereits Banner aufgehängt, die jetzt auf den Schulbeginn hinweisen.

Das Dialog-Display wurde von der stellvertretenden Vorsitzenden Christa Reichert und Heinz Euler von der Verkehrswacht an die Stadt übergeben.

Das Display funktioniert so: Alle Fahrzeuge, die schneller als Tempo 30 fahren, bekommen ab sofort ein grimmiges Smiley angezeigt. Die anderen ernten ein freundliches Lächeln. Die Dialog-Displays messen die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit eines Verkehrsteilnehmers. Die Anzeige erfolgt anhand eines "Lob- und Tadel-Prinzips". Wird die zulässige Geschwindigkeit nicht eingehalten, erfolgt zwar keine Ahndung durch die Polizei, aber eine direkte Rückmeldung mit einem grimmigen Gesicht.

Das neue Messgerät wurde in Fahrtrichtung Schule angebracht. "Wir sind froh, dass wir hier die Verkehrssicherheit verbessern können", sagte Maar. "Uns war es besonders wichtig, dass das neue Messgerät noch vor dem Schulbeginn aufgehängt wurde", sagte der Rodheimer Ortsvorsteher Rainer Schaub.

Hilfe gegen Raser

224 Verkehrstote seien in Hessen im vergangenen Jahr zu beklagen gewesen. 70 Prozent der Unfälle ereigneten sich innerorts. Hauptursache sei zu schnelles Fahren, erläuterten die Vertreter der Verkehrswacht. "Das Dialog-Display ist eine einfache Möglichkeit, die Autofahrer darauf hinzuweisen, sich an die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten", sagte der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. Die Landesverkehrswacht wisse inzwischen von Anwohnern, dass diese Displays sehr hilfreich seien. "In Bereichen, wo vorher gerast wurde, ist nach Installation eines Displays die Geschwindigkeitsübertretung um etwa 30 Prozent zurückgegangen", bemerkt Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht.

Die Kosten von 75 000 Euro werden vom Hessischen Verkehrsministerium und dem ADAC Hessen-Thüringen übernommen. Die Landesverkehrswacht Hessen unterstützt gemeinsam mit den 31 örtlichen Verkehrswachten die Aktion und begleitet die Kommunen insbesondere bei der Auswahl des sinnvollsten Standorts.

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