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Seit 40 Jahren leitet Norbert Abel den Männergesangverein Germania

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Rosbach v. d. H. (udo). Der Männergesangverein Germania feierte am Freitagabend in der Adolf-Reichwein-Halle ein nicht alltägliches Jubiläum: Seit 40 Jahren wird der Chor von Norbert Abel geleitet.

Der von Hilmar Koch geführte Posaunenchor Rosbach, der von Bernd Gondolf dirigierte Gesangverein Eintracht Ober-Wöllstadt und der gleichfalls von Abel geleitete Gesangverein Geselligkeit aus dem Bad Homburger Stadtteil Kirdorf wirkten außerdem an der festlichen Veranstaltung mit. Die Moderation des geselligen Abends hatte Christoph Seeber übernommen.

Der Posaunenchor eröffnete den festlichen Liederabend mit der »Intrade« von Melchior Franck. Gleich darauf forderte die Germania dazu auf, die Gläser hell erklingen zu lassen. Der Jubilar begleitete den Chor an der Gitarre. Germania-Chef Thomas Schmidt begrüßte die Gäste und dankte Abel für die zurückliegenden 40 Jahre. Die Verbindung sei eine glückliche Fügung gewesen. Abel habe zunächst einen erfolgreichen Umbruch geleistet und neue Konzertreihen geschaffen. Heute nehme die Germania rege am geselligen Leben Rosbachs teil und habe überdies zahlreiche interessante Reisen durchgeführt.

Bürgermeister Detlef Brechtel schloss sich gratulierend an. Der Chorgesang sei ein herausragendes Beispiel für eine sinnvolle Freizeitgestaltung, die zu anderen Menschen führe und ihnen Freude bereite. Mit der Reihe »Lieder zum Feierabend« sei Abel mit dem gut einstudierten Chor neue Wege gegangen. Die Liste seiner Erfolge sei lang. Auch viele Veranstaltungen der Stadt, beispielsweise für die Senioren, habe der Chor, der sich seiner sozialen Verantwortung bewusst sei, stets mitgetragen.

»Geselligkeit ohne Abel nicht vorstellbar«

Für den Deutschen Chorverband sollte dessen Ehrenvorsitzender Heinrich Pfeffer kommen, der aber kurzfristig erkrankt war. Daher überreichte Thomas Schmidt die Urkunde. Friedrich A. Meiss grüßte für den befreundeten Geselligkeit-Verein aus Kirdorf. 40 Jahre lang einen Chor ohne Unterbrechung zu leiten, sei eine einzigartige Leistung. Die Geselligkeit könne man sich ohne Abel gar nicht vorstellen.

Der Jubilar dankte den versammelten Wegbegleitern im Bürgerhaus und dirigierte im Anschluss seinen Chor zu »Doktor Pillemann«, einem Lied über einen Wunderheiler.

Nach einem Intermezzo des Posaunenchors gratulierte die Eintracht Ober-Wöllstadt mit Liedern über die Bergwelt und das Wandern. Ihr Vorsitzender Josef Frings versicherte, seine Sänger könnten sich Rosbach überhaupt nur mit Abel vorstellen, und erinnerte an viele erfolgreiche gemeinsame Veranstaltungen. Der Posaunenchor spielte »Yesterday« - ein Lied, das nur wenige Jahre älter ist als Abels Dirigat. Die Geselligkeit hatte aus Kirdorf mit der »Made« und dem »Schwarzen Kater Stanislaus« heitere zoologische Titel mitgebracht.

Nach der Pause traten alle Ensembles zum zweiten Durchgang an. Die Lieder der Germania galten dem Mondschein, der sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Bürgerhaus erst anbahnte. Das Duo Helga und Max aus Kirdorf spielte auf Gitarre und Mandoline Stücke, die von den Gästen mitgesungen wurden. Hilmar Koch gratulierte für den Posaunenchor. Mehrere Chöre hatten Spirituals dabei. Zum Abschluss des offiziellen Teils stimmte die Runde »Rule Britannia« an.

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