Noch bis vor wenigen Jahren stand der Fortbestand der Rodheimer Erich-Kästner-Schule auf der Kippe. Mittlerweile sind die Schülerzahlen wieder gestiegen. 	 ARCHIVFOTO: NIC
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Noch bis vor wenigen Jahren stand der Fortbestand der Rodheimer Erich-Kästner-Schule auf der Kippe. Mittlerweile sind die Schülerzahlen wieder gestiegen. ARCHIVFOTO: NIC

Schulstandort Rodheim gesichert

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Rosbach-Rodheim (pm). Die Gefahr einer Schließung der Erich-Kästner-Schule (EKS) ist vom Tisch. Das sagte Schulleiter Dietmar Hienz bei einem Besuch von Ellen Dietz und Claudia Hetjes von der SPD Rosbach/Rodheim, wie die Partei mitteilt. Die Schülerzahlen seien zuletzt gestiegen.

Laut Hienz fällt die Wahl der meisten Schüler und deren Eltern nach der Grundschule eher auf Schulen im Umland, die ein gymnasiales Angebot aufweisen. »Es gibt jedoch vermehrt Schülerinnen und Schüler, die es zurück nach Rodheim zieht und die dafür sorgen, dass in den oberen Klassen wieder zweizügig unterrichtet werden kann«, berichtete er den Sozialdemokratinnen. Durch die »Überschaubarkeit« der EKS, die Praxisorientierung und die »ansprechende pädagogische Atmosphäre« hätten die Jugendlichen hier beste Voraussetzungen, einen qualifizierenden Real- oder Hauptschulabschluss zu machen, der ihnen die Möglichkeit zur Weiterbildung biete.

Neben der Zukunft der Schule sprachen die SPD-Vertreterinnen mit Hienz auch über zukünftige Möglichkeiten des modernen Lernens. Sie äußerten im Gespräch den Wunsch, dass Kinder bis zur Klasse 6 gemeinsam lernen sollten. Ihrer Meinung nach würde eine Umwandlung der EKS zu einer integrierten Gesamtschule mit einem Kurssystem bis zur Klasse 10 die Attraktivität der Schule für Kinder und Eltern weiter steigern. Begrüßenswert wäre in diesem Zusammenhang auch eine Kooperation mit einer weiterführenden Schule. Hienz betonte aber, dass der Standort in Rodheim nicht vorgesehen sei.

Bei einem Rundgang mit dem Schulleiter zeigten sich Dietz und Hetjes beeindruckt von den renovierten Räumlichkeiten. Insbesondere die neuen Fachräume wie die Holzwerkstatt oder der Computerraum hätten das Zeug dazu, weitere Schüler vom Angebot der Einrichtung zu überzeugen. Auf Interesse stieß insbesondere der 3-D-Drucker, mit dem die jungen Leute ihre eigenen Ideen verwirklichen können. »Dieses Angebot ist vorbildlich«, urteilte Hetjes.

Zusätzlich zu den bereits erfolgten Sanierungsmaßnahmen seien dennoch weitere Verbesserungen im digitalen Bereich notwendig, finden die SPD-Frauen. Die Grundschulgebäude müssten endlich einen gemeinsamen Breitband-Internetanschluss und WLAN erhalten, damit bereits den Kleinen der Umgang mit den entsprechenden Lehrmitteln beigebracht werden könne.

Bürokratie sorgt für Verzögerung

Nach Ansicht von Ellen Dietz verzögern zudem »hohe bürokratische Hürden« die schnelle Anschaffung von Lerninstrumenten wie Blackboards und anderer notwendiger Ausstattung.

Hienz, Dietz und Hetjes waren sich einig, dass moderne Medien für eine engagierte Pädagogik heutzutage immens wichtig sind. In den gut ausgestatteten Fachräumen lasse es sich vor Ort stressfreier lernen als in den überlaufenen Gymnasien. Damit würde auch der »morgendliche Schulweg-Stress« mit Bus und Bahn nach Friedberg oder Bad Nauheim für die Kinder entfallen.

Dietz betonte: »Schullust statt Schulfrust muss das Motto der Zukunft sein.«

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