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Stadtrat Herbert See hat den Neujahrsempfang der Rosbacher SPD moderiert. Ulrike Pfeiffer-Pantring berichtet aus dem Energiedorf Bergheim. FOTO: PV

Was Rosbach von Ortenberg lernen kann

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Rosbach(pm). Fragen rund um Energiepolitik beschäftigte die Rosbacher SPD kürzlich während ihres Neujahrsempfangs im Alten Rathaus in Ober-Rosbach. Gastrednerin war Ulrike Pfeiffer-Pantring, Bürgermeisterin in Ortenberg.

Als Gäste konnten der Rosbacher Bürgermeister Steffen Maar, der Nieder-Rosbacher Ortsvorsteher Dr. Volker Hoffmann, die Vorsitzende der Grünen, Michaela Coletti, den Vorsitzenden von "SALZ", Volker Weidmann, der Vorsitzende der SG Rodheim, Reinhold Medebach, sowie verschiedene weitere Vertreter aus Rosbachs Kultur und Politik begrüßt werden, heißt es in einer Mitteilung der Rosbacher SPD.

Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring informierte über das Nahwärmenetz im Energiedorf Bergheim und mögliche Umsetzungen in Rosbach. Das Projekt werde als Genossenschaft betrieben. Pfeiffer-Pantring hob hervor, wie aus einer von vielen als "Ökospinnerei" abgetanen Idee ein energetisches Dorf entstand, in dem 120 Häuser komplett mit Nahwärme und Warmwasser aus einem zentralen Holzhackschnitzelkraftwerk versorgt werden.

Günstiger Heizen mit Hackschnitzeln

"Die Energieerzeugung aus dem Kraftwerk ist deutlich günstiger als die aus konventionellen Heizungen." In der Anlage würden ausschließlich Hackschnitzeln aus den benachbarten Wäldern verbrannt. Damit leiste die Gemeinde einen großen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele.

"Mit der Anlage haben wir bewiesen, dass eine klimaneutrale Wärmeenergieerzeugung möglich ist, die preiswerter als andere Heiztechniken ist und die unabhängig von fossilen Energieträgern macht." Im nächsten Schritt werde die Anlage durch einen Solarpark mit thermischen Solaranlagen ergänzt. Diese werden die Warmwasserversorgung im Sommer gewährleistet, ohne die Hackschnitzelanlage in dieser Zeit betreiben zu müssen, erklärte Pfeiffer-Pantring.

Hart durchgreifen bei Beschimpfungen

Bürgermeister Steffen Maar hob die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der SPD im Rosbacher Stadtparlament hervor. Durch diese gemeinsame Arbeit habe man im vergangenen Jahr einige Projekte wie die Schaffung bezahlbaren Wohnraums voranbringen können.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Rathjens schloss sich den Worten Maars an. "Leider hat die Streitkultur im letzten Jahr besonders unter Anfeindungen derer gelitten, die mit ihrem Auftreten die Demokratie schwächen und letztendlich oftmals sogar abschaffen wollen", kritisierte Dr. Rathjens. Es sei begrüßenswert, dass sich das Bundesjustizministerium derzeit mit den Möglichkeiten zum besseren Schutz von Kommunalpolitikern vor Verleumdungen, übler Nachrede oder schlimmeren Straftaten befasse, da "ein Gemeinwesen nur durch politisches Engagement fortbestehen kann".

Nach dem offiziellen Teil eröffnete Vorsitzende Ellen Dietz das von den SPD-Frauen hergerichtete Buffet, bei dem die Gäste mit den anwesenden Politikern auch über das Energiedorf oder dessen Umsetzung diskutierten. Hierzu gehörten die Möglichkeiten zur Nutzung von Nahwärme in Bestandsbauten in Rosbach.

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