Die Umbauarbeiten im Freibad sollen nach der Badesaison starten. 	FOTOS: LH
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Die Umbauarbeiten im Freibad sollen nach der Badesaison starten. FOTOS: LH

Saisonstart am 3. Juli?

Rodheimer Freibad bekommt Edelstahlbecken

  • vonEdelgard Halaczinsky
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Einen langen Weg durch die Gremien hat das Rodheimer Freibad genommen, nachdem das Parlament im April 2018 einer grundhaften Sanierung den Vorzug gegenüber einem Neubau an anderer Stelle den Vorzug gegeben hatte.

Eine langfristige Lösung, die kostengünstig und somit finanzierbar sein sollte, wurde angestrebt. Zudem sollte der Badebetrieb geringstmöglich eingeschränkt werden, und der Zeitrahmen möglichst eng gefasst sein. Anfang Juni glaubte man am Ziel angekommen zu sein, doch in der Stadtverordneten-Versammlung vom 2. Juni gab es erneut einen Verweis in den Haupt- und Finanzausschuss sowie den Rodheimer Ortsbeirat, nachdem auch SPD-Fraktionschef Dr. Hans-Peter Rathjens die Frage, ob es eine Auskleidung des Beckens mit Folie oder Edelstahl geben soll, noch einmal diskutiert haben wollte. Jetzt aber scheint alles »in trockenen Tüchern« zu sein und dem Beginn der Sanierungsarbeiten noch Ende dieses Jahres nichts mehr im Wege zu stehen.

Am Dienstag wird das Parlament über den Vorschlag entscheiden, dem alle Parteien wohl ihre Zustimmung geben dürften: keine Folienauskleidung, wie bisher angedacht, sondern ein Edelstahlbecken, wie der Magistrat nun vorgeschlagen hat. Mehrkosten: rund 600 000 Euro. Das Planschbecken wird auf die Höhe des Nichtschwimmerbeckens verlagert; eine Landzunge bis etwas zur Beckenmitte soll Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken voneinander trennen. Durch diese Unterteilung entstehen sowohl 25- als auch 50-Meter-Bahnen, die für den Schwimmunterricht von Wichtigkeit sind.

Öffnung am 3. Juli vorgesehen

Bei lediglich einer Stimmenthaltung sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss für diese Variante aus, nachdem die Wirtschaftlichkeitsanalyse nicht nur unter dem Aspekt der Sanierungskosten vorgenommen worden war, sondern Aspekte wie Nachhaltigkeit und Lebensdauer mit einbezogen worden waren. Dabei schneidet das Edelstahlbecken gegenüber der Folien-Variante um etwa 500 Euro pro Jahr günstiger ab.

Finanziert wird das Ganze - immerhin rund 3,1 Millionen Euro - zu etwa einem Drittel aus Mitteln des Schwimmbad- Investitions- und Modernisierungsprogramms (SWIM). Für den Förderungsantrag, der bis zum 15. Juni hätte eingereicht werden müssen, wurde eine Fristverlängerung bis 23. Juni gewährt.

Weiter hat der Magistrat empfohlen, die nicht förderfähigen Kosten in Höhe von rund 620 000 Euro aus Zuschüssen des Investitionsprogramms »Hessenkasse« zu finanzieren. Eine Beckenabdeckung, die Wolfgang Lingenau (SPD) ins Gespräch gebracht hatte, wird es auf Antrag der FDP zunächst nicht geben. Sie hätte weitere 100 000 Euro gekostet.

Die Bauphasen sollen so gelegt werden, dass sie den Sommer-Badebetrieb, der nach jetzigem Stand am 3. Juli starten soll, nicht behindern. Schon 2022 ist die Neueröffnung vorgesehen.

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